Europäer kaufen weniger Diesel-Pkw

Autor: Jens Rehberg

Obwohl das Diesel-Volumen in den beiden großen EU-Märkten Deutschland und Frankreich im vierten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder angestiegen ist, sind insgesamt in Europa im Gesamtjahr 2019 deutlich weniger neue Selbstzünder auf die Straße gelangt. Das ist vor allem auf die Diesel-Skepsis in drei Ländern zurückzuführen.

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(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

In der Europäischen Union geht die Nachfrage nach Dieselautos weiter zurück – die Verkaufszahlen von E-Autos steigen dagegen erwartungsgemäß. 29,5 Prozent aller im vierten Quartal 2019 neu registrierten Fahrzeuge tanken Diesel, wie Zahlen des europäischen Herstellerverbands ACEA vom Donnerstag zeigen. Es wurden 3,7 Prozent weniger Selbstzünder verkauft als im Vorjahreszeitraum. Dabei stabilisierte sich das Dieselvolumen zumindest in den beiden großen EU-Märkten Deutschland und Frankreich (+4,3% bzw. +7,3%).

Für das Gesamtjahr 2019 steht allerdings ein EU-weiter Rückgang von 13,9 Prozent beim Dieselvolumen in der Statistik. Stärkster Treiber dieser Entwicklung war vor allem die Diesel-Skepsis in Italien und Großbritannien. In beiden Märkten gingen die Neuregistrierungen von Selbstzündern um rund 22 Prozent zurück. Auch das nächstgrößere Dieselvolumen in Spanien war im vergangenen Jahr stark rückläufig (-25,9%).

Das Interesse an Autos mit aufladbaren Batterien (rein elektrisch und Plug-in-Hybride) hingegen stieg erwartungsgemäß im Schlussquartal des vergangenen Jahres um gut 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings bei nach wie vor überschaubarem Volumen – so waren im vierten Quartal 2019 insgesamt knapp 157.000 neu registrierte Autos elektrisch aufladbar (4,4 Prozent Anteil am Gesamtmarkt).

Das größte Volumen in diesem Teilsegment der alternativen Antriebsarten brachten im Herbst die niederländischen Neuwagenkäufer auf die Straße (34.445 Einheiten BEVs und PHEVs / +186% im Vergleich zu Q4/2018). Es folgten Deutschland (34.297 / +97%), Großbritannien (24.722 / +64%), Frankreich (19.112 / +32%) und Schweden (12.604 / +50,8%).

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«