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Europäischer Nutzfahrzeugmarkt wächst siebtes Jahr in Folge

| Autor: Andreas Grimm

Transporter und Lkw waren im vergangenen Jahr in Europa gut gefragt, der Absatz ist nochmals deutlich gestiegen. Dazu beigetragen hat auch ein starker Schlussmonat. Für das laufende Jahr sind die Prognosen weniger überzeugend.

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In Europa weiter sehr gefragt: Nutzfahrzeuge aller Gewichtsklassen
In Europa weiter sehr gefragt: Nutzfahrzeuge aller Gewichtsklassen
(Bild: Renault Trucks)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist 2019 das siebte Jahr in Folge gewachsen. Mit 2,626 Millionen Fahrzeugen seien in den Ländern der EU und der Efta 2,5 Prozent mehr neu zugelassen worden als im Vorjahr, teilte der zuständige Branchenverband Acea am Donnerstag in Brüssel mit. Im Dezember hatten die Verkäufe nach drei Monaten Rückgang wieder um 6,1 Prozent auf gut 218.000 Einheiten zugelegt.

Mit dem 2019er Ergebnis hat der europäische Nutzfahrzeugmarkt nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) das höchste Niveau seit dem Wirtschaftscrash 2008/2009 (Lehman Brothers) erreicht. In Westeuropa entwickelten sich die Verkäufe um 2,8 Prozent nach oben (2,29 Millionen Einheiten) während der Absatz in Osteuropa um 0,1 Prozent marginal rückläufig war (259.000 Einheiten). Aufwärts gingen die Verkäufe in den drei Efta-Staaten (+4,2 %; 89.000 Einheiten).

2019 verzeichnete jeder der großen Absatzmärkte in Europa ein Zulassungsplus. Dabei eroberte Deutschland mit einem Plus von 6,1 Prozent die Spitzenposition. In Frankreich stiegen die Verkäufe um 4,3 Prozent. Großbritannien verzeichnete trotz der Brexit-Krise ein Plus von 3,0 Prozent. In Südeuropa fiel der Anstieg bescheidener aus: Während in Italien der Absatz immerhin noch um 1,9 Prozent zulegte, konnte Spanien mit einem Plus von 0,3 Prozent knapp einen Marktrückgang vermeiden.

Transporter als Absatztreiber

Absatztreiber war über das ganze Jahr hinweg der Transportermarkt. Die leichten Nutzfahrzeuge legten in West- wie in Osteuropa um 2,8 Prozent auf knapp 2,2 Millionen Einheiten zu. Dagegen fiel die Wachstumsrate der mittelschweren und schweren Nutzfahrzeuge deutlich geringer aus. In diesem Segment wurden 400.000 Fahrzeuge neu zugelassen. Das ist nur ein leichtes Plus von 0,9 Prozent. Vor allem in Osteuropa ging die Nachfrage deutlich in die Knie (-7,8 %).

Dafür sorgte eine deutlich gestiegene Bus-Nachfrage in Osteuropa, aber auch in den Efta-Ländern für einen deutlichen Aufschwung in diesem Segment. Insgesamt kamen im Jahr 2019 in Europa 46.200 Busse neu in den Verkehr, ein Plus von 4,5 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet der VDA kein weiteres Wachstum im Nutzfahrzeugmarkt. Bereits seit September waren die Neuzulassungen rückläufig gewesen, das gute Dezember-Ergebnis basierte letztlich auf einem kräftigen Plus im Transportersegment, während die Zulassungen der mittelschweren und schweren Lkw einbrachen. Insgesamt hat damit sich aus Sicht des VDA bereits der Beginn eines zyklischen Abschwungs bemerkbar gemacht, „der sich im laufenden Jahr fortsetzen dürfte“.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«