Exide stellt neue Carbon-Boost-Batterien vor

Niedrigerer Verbrauch im WLTP-Fahrzyklus

| Autor: Ottmar Holz

Durch spezielle Legierungszusätze löst Exide Bleisulfatkristalle auf den negativen Bleiplatten beim Laden schneller auf.
Durch spezielle Legierungszusätze löst Exide Bleisulfatkristalle auf den negativen Bleiplatten beim Laden schneller auf. (Bild: Exide)

Die nächste Generation von „Carbon Boost“-Batterien für die Erstausrüstung bietet den Autofahrern laut Exide zusätzliche Vorteile und erfüllt gleichzeitig die strengeren technischen Anforderungen der WLTP (Worldwide Harmonised Light Vehicle Test Procedure). Die neue Technologie findet Eingang sowohl in die Produktpalette der Aftermarket-EFB-Batterien als auch in die Premiumbatterien von Exide für Pkws und bietet eine höhere Lebensdauer und eine bessere Leistung. Ihre Premiere feiert sie auf der Messe Autopromotec vom 22. bis 26. Mai in Bologna.

Außerdem präsentiert das amerikanische Unternehmen mit Niederlassungen in über 80 Ländern auf der Autopromotec seine breite Palette an Zubehör sowie seine umfassende Unterstützung für Werkstätten zum Prüfen, Laden, Auswählen und Wiedereinbauen von Batterien. Ausgestellt wird unter anderem der innovative Batterietester EBT965P für eine proaktive Wartung, der ab sofort bestellt werden kann.

Bleisulfat schnell auflösen

„Carbon Boost“ ist eine Entwicklung von Exide Technologies. Mit speziellen Kohlenstoffadditiven in den Gitterplatten der negativ geladenen Elektrode der Batterie, der Kathode, vergrößert Exide bei seinen Batterien die zur Aufnahme der Elektronen zur Verfügung stehende Oberfläche deutlich. Das sorgt nach Firmenangaben für eine höhere Leitfähigkeit der Elektrolyte.

Während des Entladevorgangs einer Batterie lagern sich nach und nach nichtleitende Sulfatpartikel an die Kathodengitter und isolieren sie vom Elektrolyt. Während des Ladevorganges wird ein Großteil der eingesetzten Energie, die eigentlich zum Aufladen der Batterie gedacht ist, zur Auflösung der Sulfate benötigt. Das verringert die Effizienz des Ladevorgangs. Die Carbon-Boost-Technologie verringert die Auswirkungen der Sulfatbildung und sorgt insbesondere für eine schnellere Auflösung der gebildeten Sulfate.

Bessere Werte im WLTP-Zyklus

Bei der Ermittlung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen eines Fahrzeugs nach dem „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) blieb der Einfluss der Batterie komplett unberücksichtigt. Im Rahmen des WLTP-Testverfahrens wird der Ladezustand einer Batterie zu Beginn und zum Ende verglichen und die Batterieleistung ermittelt, die während des Testzyklus nicht zurückgewonnen wird. Aus der Differenz der Ladezustände wird ein gleichwertiger Kraftstoffverbrauch und damit verbundene CO2-Emissionen errechnet. Die errechnete Emission wird dann dem während des Tests gemessenen CO2-Ausstoß als „Strafe“ hinzugefügt. Für ein gutes Ergebnis beim WLTP-Test muss die Batterie also einen hohen Prozentsatz ihres Anfangsladezustands bewahren (in Ah, abhängig vom Fahrzeuggewicht). Zudem sind laut Exide die Aufladephasen auf acht Prozent der gesamten Dauer des Testzyklus begrenzt. Eine Aufladung der Batterie über die Lichtmaschine wird diese Anforderung nicht erfüllen können, vielmehr muss die notwendige Energie, die sich aus dem regenerativen Bremsen gewinnen lässt, konsequent genutzt werden. Der Schlüssel hierzu sind die dynamische Ladefähigkeit der Batterie (bei Start-Stopp-Batterien) und die Ladefähigkeit (bei konventionellen Batterien).

Exide Batterien mit der neuen Carbon-Boost-Generation zeigen eine verbesserte Ladeeffizienz beziehungsweise Ladeaufnahme, was wiederum zu einer signifikanten Verbesserung des Ladezustands führen soll. Auf diese Weise tragen Exide-Batterien mit Carbon Boost auch einen Teil bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren, und unterstützt die Automobilhersteller aktiv bei der Einhaltung der Emissionsgrenzen.

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