Faensen: Familienbetrieb mit breitem Angebot

Einer der Top-Ten-Betriebe beim Deutschen Werkstattpreis

| Autor: Steffen Dominsky

Mit einer Tankstelle legte Eckhard Faensen (mi.) vor mehr als 50 Jahren den Grundstein. Heute führen Sohn und Tochter das Unternehmen erfolgreich fort.
Mit einer Tankstelle legte Eckhard Faensen (mi.) vor mehr als 50 Jahren den Grundstein. Heute führen Sohn und Tochter das Unternehmen erfolgreich fort. (Bild: Rubbel)

Man fährt in das Betriebsgelände ein, und schon geht’s mit dem Bauklötze-Staunen los: Alles nagelneu, alles richtig groß, alles picobello – alles Faensen eben! Erst vor gut einem Jahr hat der Familienbetrieb seine neue Dependance am Strangenhäuschen 14 in Aachen bezogen. „Davor hatten wir im Prinzip vereinigte Hüttenwerke“, berichtet Eric Faensen, Geschäftsführer und Mitinhaber des Unternehmens. Soll heißen, dieses verteilte sich bis dato auf zwei Standorte, Gebäude und Ausrüstung waren in die Jahre gekommen, und Platz war Mangelware.

Nachdem das Geschäft prächtig florierte, war es also nur ein logische Konsequenz, in einen zeitgemäßen Neubau zu investieren, was Eric Faensen, zusammen mit seiner Schwester Christiane Kinkartz dann vor gut einem Jahr auch tat. Auf satten 8.000 Quadratmetern Grundstück (2.200 Quadratmeter Gebäudefläche) können sie und ihr gut 30 Mann starkes Team nun Service à la carte bieten. Und das Menü ist wahrlich groß. Schließlich ist die Faensen GmbH weit mehr als „nur“ eine freie Werkstatt. Denn eines der Standbeine des Unternehmens ist das Abschleppgeschäft. Bereits Vater und Firmengründer Eckhard Faensen investierte anno 1965 in die Fahrzeugbergung und befeuerte so die an seine Tankstelle angeschlossene Werkstatt.

Sohn Eric, der 2003 einstieg, baute diesen Kunden- und Umsatzbringer geschickt aus, indem er in Kooperationen mit Versicherungen, Assistance-Partnern und Firmen mit eigenen Fuhrparks investierte. Bereits zuvor hatte sich Eckhard Faensen deutlich in Richtung Karosserie- und Unfallinstandsetzung (weiter-)entwickelt. Die beiden Bereiche ergänzten sich fortan ideal und tun es bis heute. „So können wir unseren Kunden, egal ob Privatmann oder Unternehmen, im Schaden- oder Defektfall die vielzitierte Alles-aus-einer-Hand-Lösung bieten“, bringt es Eric Faensen auf den Punkt – von der Bergung des Fahrzeugs über seine Instandsetzung bis hin zum Leihwagen. Denn selbstverständlich ergänzt bei den Aachenern ein Autovermietgeschäft das Angebot.

Wie fit die in Sachen K&L sind, erzählt eine kleine Anekdote: So werden bei BMW seit etlichen Jahren selbst strukturelle Schäden an Karosserien nicht mehr mittels Schweißen, sondern mithilfe des sogenannten Klebe-Niet-Verfahrens repariert. Ein gewaltiger technischer Umstieg, der neben entsprechendem Equipment auch reichlich Now-how erfordert. Genau das hatten sich die Faensens bereits frühzeitig angeeignet und ausgebaut. Anders als die lokale BMW-Niederlassung. Denn die stand eines Tages auf der Matte und fragte, ob die Spezialisten des Faensen-Teams nicht mal ihre „Spezialisten“ coachen könnten. Die hatten zwar mal eine Schulung in München erhalten, aber quasi schon wieder vergessen.

Nicht vergessen bzw. merken sollten Sie sich den 19. Oktober 2018. Denn am Vorabend der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe findet im Würzburger Vogel Convention Center die Preisverleihung des Deutschen Werkstattpreises statt, bei dem die Faensen GmbH einen der Top-Ten-Plätze belegt hat. Übrigens ist die Teilnahme an der Preisverleihung für die Besucher der Fachtagung kostenlos.

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