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Fahrschulen setzen weiter kaum auf Elektroautos

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

In Deutschland ist es weiterhin nur bei sehr wenigen Fahrschulen möglich, in einem Elektroauto den Führerschein zu machen. Die Branche zeigt sich aufgeschlossen, wirkliche Fortschritte wären aber wohl nur durch eine Regeländerung zu erwarten.

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Fahrschulen in Deutschland haben bislang kaum Elektroautos im Fuhrpark.
Fahrschulen in Deutschland haben bislang kaum Elektroautos im Fuhrpark.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Wer als Fahrschüler seine ersten Runden in einem Elektroauto drehen möchte, hat bei Fahrschulen einer Umfrage zufolge bislang wenig Auswahl. Gerade mal fünf Prozent der befragten Fahrschulen in Deutschland besitzen nach eigenen Angaben aktuell ein Elektroauto, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Puls hervorgeht, die die Interessenvereinigung Moving in Auftrag gegeben hat.

Ein steiler Anstieg ist bisher nicht zu erkennen: Bei einer Befragung zwei Jahre zuvor lag der Anteil bei lediglich drei Prozent. Noch immer setzen die Einrichtungen vor allem auf Diesel. Mehr als 70 Prozent der befragten Fahrschulen gaben an, bei der eigenen Flotte in den umstrittenen Verbrenner zu investieren.

„Was Elektroantriebe angeht, müssen wir noch nachbessern“, räumte der stellvertretende Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Kurt Bartels, ein. „Aber die Branche ist der Thematik mehr als aufgeschlossen.“ Zunehmend säßen in den Fahrschulen auch Anhänger der Klima-Bewegung Fridays for Future, die entsprechende Anforderungen und Fragen stellten.

Traumfahrschulauto ist nur selten elektrisch

Das Interesse ist der Umfrage zufolge da, auch wenn lediglich fünf Prozent der ebenfalls dafür befragten Fahrschüler angaben, ihr Traumfahrschulauto sei elektrisch. Rund einem Drittel der Befragten ist es egal, während sich mehr als 30 Prozent einen Benziner wünschten. Dennoch könnten sich knapp 80 Prozent von ihnen vorstellen, ein Elektroauto während der Fahrausbildung zu nutzen.

Wer allerdings seine Führerscheinprüfung in einem Elektroauto besteht, darf danach kein Auto mit Schaltgetriebe fahren. Weil batteriebetriebene Fahrzeuge automatisch schalten, wäre dafür eine zusätzliche praktische Prüfung notwendig. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat daher bereits seine Bereitschaft bekundet, die entsprechende Regelung zu ändern, um die Verbreitung der alternativen Antriebe zu beschleunigen. Der TÜV-Verband wiederum weist darauf hin, dass Fahrer ohne ausreichende Fahrpraxis mit einem Auto mit Schaltung ein gewisses Gefährdungspotenzial darstellen, wenn sie mit Handschaltern unterwegs sind.

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