Fahrzeuglogistik: Völlig losgelöst

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Die Berliner Koch-Gruppe hat einen ehemaligen Mazda- und Gebrauchtwagenstandort in Bad Freienwalde in ein reines Logistikzentrum umgewandelt: Seitdem hat sich gruppenweit nicht nur die Effizienz in den Serviceabläufen spürbar verbessert.

Nach den Umbaumaßnahmen wird das Logistikzentrum Stellfächen für 250 Fahrzeuge bieten.
Nach den Umbaumaßnahmen wird das Logistikzentrum Stellfächen für 250 Fahrzeuge bieten.
(Bild: Mauritz)

Ab und an verirrt sich trotz der Hinweisschilder, dass das Autohaus für Kunden geschlossen ist, noch ein Kaufinteressent in den Betrieb der Koch-Gruppe in Bad Freienwalde – angezogen durch die Vielzahl an neuen und jungen Volvos, Skodas sowie Seats im Showroom und auf dem Außengelände. Ein Mitarbeiter verweist ihn dann freundlich an den nächstgelegenen Standort der Koch-Gruppe, der rund 35 Kilometer entfernt ist. Denn verkauft werden die Fahrzeuge im ehemaligen Mazda-Autohaus und Gebrauchtwagenzentrum der Koch-Gruppe nicht: Das verkehrsgünstig am Stadtrand gelegene Gebäude dient der Berliner Autohausgruppe seit dem Sommer 2015 als reiner Logistikstandort.

Sieben Mitarbeiter bewerten dort zentral die jungen Gebrauchtwagen und Leasingrückläufer des Unternehmens. Sie bereiten die ein bis vier Jahre alten Fahrzeuge technisch und optisch auf, reparieren sie falls nötig und fotografieren sie in einer Fotoecke für das Internet. Auch Neuwagen macht das Logistikzentrum verkaufsfertig – insgesamt legten 2016 rund 700 Fahrzeuge eine Zwischenstation in Bad Freienwalde ein.