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Fahrzeugtransporte: Wie man Bußgelder vermeidet

| Redakteur: Markus Lauer

Die Kfz-Innung Unterfranken informierte zum Thema „Was muss ein Kfz-Betrieb beim Transport von Neu- und Gebrauchtwagen sowie Unfallfahrzeugen beachten?“

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Beim Transport von Fahrzeugen gibt es einiges zu beachten.
Beim Transport von Fahrzeugen gibt es einiges zu beachten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Fakt ist: In einem Fahrzeug, das mit einem Anhänger nicht mehr als 3,5 t wiegt, muss kein Kontrollgerät eingebaut sein. Ist jedoch ein Kontrollgerät vorhanden, muss es der Fahrer bei einer aufzeichnungspflichtigen Fahrt betreiben.

Diese und weitere Fragen sowie das Thema ‚Lenk- und Ruhezeiten‘ wurden anlässlich eines Informationsabends „Was muss ein Kfz-Betrieb beim Transport von Neu- und Gebrauchtwagen sowie Unfallfahrzeugen beachten?“ beantwortet, den die Kfz-Innung Unterfranken am 23.09.2010 veranstaltete. Der Referent zu diesen Themen war Thomas Weissenberger vom Gewerbeaufsichtsamt Würzburg.

Der Geschäftsführer der Kfz-Innung, Richard Wagner, begrüßte die 70 Zuhörer und moderierte die Veranstaltung.

Weissenberger erklärte den Anwesenden, dass die sogenannte „Handwerkerregelung“ auch für die meisten Kfz-Betriebe zutrifft. Sie besagt, das Fahrzeuge von mehr als 2,8 t bis 3,5 t zulässiger Höchstmasse aus dem Anwendungsbereich der Sozialvorschriften im Straßenverkehr ausgenommen sind, wenn Transporte von Material, Ausrüstungen oder Maschinen durchgeführt werden, die der Fahrer (z.B. ein Kfz-Mechaniker) zur Ausübung seines Berufes benötigt. Wichtig dabei sei, dass die Fahrtätigkeit allerdings nicht die Haupttätigkeit des Fahrers sein dürfe.

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§ 1 Abs. 2 Nr. 3 FPersV besagt: Der Betrieb des Fahrzeugs dürfe im Rahmen der gesamten Tätigkeit des Fahrers lediglich Hilfstätigkeit sein. Ist das Fahren die Haupttätigkeit und fallen die übrigen Tätigkeiten demgegenüber weniger ins Gewicht, so seien die Merkmale der Vorschrift nicht erfüllt.

Die Ausnahmen

Unter die „Handwerkerregelung“ fallen auch: Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t, die in einem Umkreis von 50 Kilometern vom Standort des Unternehmens zur Beförderung von Material, Ausrüstungen oder Maschinen, die der Fahrer zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit benötigt, verwendet werden, soweit das Lenken des Fahrzeugs nicht die Haupttätigkeit des Fahrers darstellt.

Ausgenommen von den Lenk- und Ruhezeiten sind auch spezielle Pannenhilfefahrzeuge, die innerhalb eines Umkreises von 100 km um ihren Standort eingesetzt werden. Bei diesen Fahrzeuge muss aus dem Fahrzeugschein ergehen, dass sie als „Pannenhilfefahrzeuge“ anerkannt sind. Es muss im Fahrzeugschein unter Ziff. 33 „Als Pannenhilfsfahrzeug nach § 45 Abs. 4 Nr.2 StVZO anerkannt“ eingetragen sein. Des Weiteren sind auch Abschleppwagen ausgenommen, die mit einem auf dem Fahrzeug fest angebrachten Kran ausschließlich zum Abschleppen von Fahrzeugen bestimmt und geeignet sind.

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