Felgenreparatur: Wärmeverfahren sind verboten

Zu großer Wärmeeintrag verändert das Gefüge des Materials

| Redakteur: Jan Rosenow

Der Farbeindringversuch beim TÜV Süd zeigt die gebrochene Speiche einer mit Wärme behandelten Felge.
Der Farbeindringversuch beim TÜV Süd zeigt die gebrochene Speiche einer mit Wärme behandelten Felge. (Foto: TÜV Süd)

Farbige Felgen liegen im Trend. Und weil sich nicht jeder modebewusste junge Autofahrer alle zwei Jahre einen neuen Felgensatz leisten kann, werden immer mehr Aluminiumräder nachträglich per Pulverbeschichtung umlackiert, was deutlich billiger ist als eine Nasslackierung. Auch viele Reifenhändler lassen gebrauchte Räder neu beschichten, um sie als günstige Kompletträder anbieten zu können.

Der TÜV Süd warnt nun vor thermischen Verfahren zur Entlackung und Neubeschichtung von Aluminiumrädern, weil ein zu großer Wärmeeintrag das Gefüge des Materials verändern und so seine Festigkeit herabsetzen könne. In einem Test untersuchten die Sachverständigen mehrere Leichtmetallräder in Erstausrüsterausführung aus dem wärmebehandelten Werkstoff (GK-Al-Si7-Mg T6), aus dem heute der überwiegende Teil der Pkw-Alufelgen besteht.

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