Fiat will sich komplett aus dem A-Segment zurückziehen

Keine alternativen Kleinwagen vorhanden

| Autor: Jens Rehberg

Die Tage des Fiat 500 sind offenbar nun doch bald endgültig gezählt.
Die Tage des Fiat 500 sind offenbar nun doch bald endgültig gezählt. (Bild: Fiat)

FCA plant den Ausstieg aus dem Kleinstwagensegment in Europa. Entsprechend hat sich Fiat-Chrysler-CEO Mike Manley laut der US-Fachzeitschrift „Automotive News“ in einem Gespräch mit Analysten anlässlich der jüngsten Quartalszahlen des Hersteller am vergangenen Donnerstag geäußert. Demnach setzt der Manager darauf, die zahlreichen Fiat-500- und Panda-Kunden künftig für B-Segment-Modelle begeistern zu können. Allerdings hat Fiat im Kleinwagenbereich nach dem Auslauf des Punto derzeit keinerlei Angebot. FCA würde mit dem Schritt dem Beispiel anderer Hersteller folgen, ihr Mini-Angebot für Europa zu streichen, da es aufgrund der akuten Brüsseler CO2-Vorgaben und entsprechend nötiger technischer Anpassungen noch unprofitabler würde.

Die deutsche Importeurstochter wollte den Bericht am Montag auf Anfrage nicht kommentieren.

Dem US-Pressebericht zufolge ging Manley nicht näher auf den Zeitplan in Bezug auf das Aus für Panda und den 500er ein. Auch Hinweise auf neue Modelle gab er keine. „Sehr bald werden Sie sehen, dass wir uns auf dieses margen- und volumenträchtigere Segment (gemeint ist das Kleinwagensegment) konzentrieren werden – parallel dazu werden wir das Mini-Segment verlassen“, sagte Manley. Sollte die gerade intensiv diskutierte Fusion mit PSA zustandekommen, könnte sich Fiat in absehbarer Zeit über die vorhandene französische Palette mit neuen Kleinwagen versorgen.

Fiat-Topseller in Deutschland war in diesem Jahr bislang der Ducato (rund 28.800 NZL bis einschl. Sept.). Bei den Pkw kommt nach dem Fiat 500 (27.400 NZL) lange nichts, dann folgen Panda (6.000) und der kompakte Tipo (5.600). Der Fiat 500 wird bereits seit zwölf Jahren mit nur leichten Anpassungen verkauft.

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