E-Auto-Marke Fisker schickt seine Kunden zum Service zu Pitstop

Von Jan Rosenow

Der Fisker Ocean soll im November 2022 auf den Markt kommen. Wartung und Reparatur übernehmen in Deutschland eine Fastfit-Kette – und ein Tochterunternehmen des Reifenherstellers Bridgestone.

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Pitstop-Filiale (in Lübeck): Bald Anlaufstelle für Fisker-Fahrer – wenn der E-Auto-Bauer es schafft, sein SUV Ocean Ende November auf den Markt zu bringen.
Pitstop-Filiale (in Lübeck): Bald Anlaufstelle für Fisker-Fahrer – wenn der E-Auto-Bauer es schafft, sein SUV Ocean Ende November auf den Markt zu bringen.
(Bild: Pitstop)

Schon seit rund 15 Jahren versucht der Automobildesigner Henrik Fisker, sich als Fahrzeughersteller zu etablieren. Mittlerweile steht das batterieelektrische SUV-Modell Ocean offenbar kurz vor der Produktionsreife: Die Serienversion war im November 2021 auf der Los Angeles Auto Show zu sehen.

Sogar den genauen Verkaufsstart hat Henrik Fisker bereits bekannt gegeben: „Ab dem 17. November 2022 werden wir mit der Produktion und Auslieferung des SUVs Fisker Ocean beginnen, wobei Frankreich und Deutschland zu den ersten europäischen Märkten gehören werden.“ Die Produktion soll bei dem Auftragsfertiger Magna Steyr in Graz (Österreich) erfolgen.

Für den Aufbau eines Servicenetzes in Deutschland und Frankreich hat sich das Unternehmen – vorerst im Rahmen einer Absichtserklärung – mit dem Reifenhersteller Bridgestone zusammengetan, der auch die Erstausrüstungsreifen für den Fisker Ocean liefert. In Deutschland sollen die kommenden Fisker-Besitzer Wartung und Reparatur in ausgewählten Standorten der Werkstattkette Pitstop sowie bei A/B/S Autoservice bekommen, einer Niederlassung der Reifenhandelskette Reiff, die Bridgestone im Jahr 2020 übernommen hatte.

Bridgestone mittelbarer Minderheitsgesellschafter von Pitstop

Die geschäftliche Verbindung zwischen Bridgestone und Pitstop ist dagegen nicht so offensichtlich, bezeichnet sich der Fastfitter mit seinen 300 Standorten und rund 1.300 Mitarbeitern doch als „die einzige große Werkstattkette, die familiengeführt ist“. Der heutige Gesellschafter und Geschäftsführer Stefan Kulas hatte das Unternehmen im Jahr 2013 vom Teilegroßhändler PV Automotive übernommen. Laut einer Pitstop-Sprecherin ist Bridgestone aber Minderheitsgesellschafter der Kulas Holding, die wiederum 100 Prozent der Anteile an der Pitstop.de GmbH hält. Bridgestone ist damit mittelbarer Minderheitsgesellschafter an Pitstop.

Derzeit arbeitet die Werkstattkette daran, ihre Filialen fit zu machen für die Elektromobilität und damit auch für die Servicearbeiten am Elektro-SUV Fisker Ocean. „In den für Fisker relevanten Ballungsgebieten wäre dies bereits heute der Fall. Es wird aber im Pitstop-Trainingscenter, welches derzeit in Mülheim a. d. R. samt Zentrale neu errichtet wird, verstärkt Schulungen für alle Mitarbeiter für Elektrofahrzeuge geben und mit direkter Unterstützung durch Fisker auch fahrzeugspezifische Trainings“, teilte die Sprecherin mit.

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