65. Caravan-Salon in Düsseldorf Fokus auf Allrad-Wohnmobile und Dachzelte

Von sp-x 3 min Lesedauer

Beliebte Reisemobile und Wohnwagen als Sorgenkinder – die Caravaning-Bereiche bilanzieren sehr unterschiedlich. Doch zur 65. Auflage des Caravan-Salons in Düsseldorf werden alle Produkte gut vertreten sein. Die Messegesellschaft erwartet einen starken Besucherzuspruch.

Der Caravan Salon in Düsseldorf ist der wichtigste Branchentreff des Jahres.(Bild:  Messe Düsseldorf)
Der Caravan Salon in Düsseldorf ist der wichtigste Branchentreff des Jahres.
(Bild: Messe Düsseldorf)

Auch in diesem Jahr erwartet die Düsseldorfer Messeleitung wieder volle Ausstellungshallen, wenn vom 28. August bis 6. September der 65. Caravan-Salon zum globalen Hotspot der Freizeitbranche wird. Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage und geopolitischer Unsicherheiten erweist sich die Caravaning-Szene als sehr robust. Das Reisen mit Wohnmobil, Camper-Van und Caravan bleibe eine der beliebtesten Reiseformen der Deutschen, behauptet Daniel Onggowinarso, der Geschäftsführer des deutschen Caravaning-Verbands CIVD, der mit einem ähnlich starken Andrang wie im Vorjahr rechnet, als rund 270.000 Besucher an den zehn Messetagen ein neues Rekordergebnis nur knapp verfehlten.

Zumindest bei den Reisemobilen scheint ein optimistischer Blick in die Zukunft auch gerechtfertigt. Die ersten fünf Monate dieses Jahres bescherten den motorisierten Eigenheimen auf Rädern hierzulande mit 36.953 Zulassungen ein Plus von 1,4 Prozent, immerhin ein halbes Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dass die Gesamtbilanz von 45.738 Freizeitfahrzeugen mit 0,7 Prozent dennoch ins Minus dreht, liegt allein an den Wohnwagen mit 8.785 Einheiten und minus 8,4 Prozent.

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Auch wenn der Rückgang bei den Caravans im vergangenen Jahr noch bei 13,4 Prozent deutlich drastischer war, scheint Onggowinarsos Interpretation, dass bei den Wohnwagen die Talsohle durchschritten sei, allzu optimistisch. Die Talfahrt hält seit Jahren an und konnte auch durch innovative Konzepte wie den Dethleffs Coco und den Hobby Beachy nicht gestoppt werden. Und dass sich mit Bürstner ein Traditionshersteller zum Jahrgang 2027 komplett aus der Caravan-Produktion verabschiedet, sendet ebenfalls keine positiven Signale aus.

Mit einem Bestand von 1,8 Millionen zugelassenen Reisemobilen und Caravans ist Deutschland in Europa dennoch mit Abstand die Caravaning-Nation Nummer eins. Die Begründung dafür sieht der CIVD-Chef in den Vorzügen dieser Reiseform: „Gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit und schnellen Veränderungen geprägt ist, bietet Caravaning das, was viele Urlauber besonders schätzen: Flexibilität, Unabhängigkeit und die Möglichkeit, Reisen individuell und kurzfristig anzupassen. Dazu kommt der Aspekt der Planbarkeit der Reisekosten. Für viele Menschen wird das zunehmend wichtiger.“ Deshalb geht er bei den Reisemobilen von einer Fortsetzung des langfristigen Erfolgskurses aus.

Vom kompakten Einstiegsmodell bis zum sündhaft teuren Luxusliner wird die ganze Bandbreite an Caravans, Reisemobilen und Camper-Vans mit all ihren Neuheiten in Düsseldorf zu sehen sein. Ein gern geschätzter Vorteil, wie Messe-Direktor Stefan Koschke weiß: „Unsere Besucherinnen und Besucher haben hier die weltweit größte Auswahl an Marken, Fahrzeugen und Grundrissen. Und Kaufentscheidungen entstehen am besten dort, wo man Fahrzeuge betritt, Materialien spürt, Raumkonzepte vergleicht und sich persönlich beraten lässt.“

Um Besuchern die Orientierung zu erleichtern, passt der Caravan-Salon seine Hallen- und Themenstruktur immer wieder an aktuelle Trends an. Weil geländegängige Reisemobile und Caravans sowie Allradfahrzeuge mit Lösungen für autarkes Reisen wie zuletzt etwa der Eura Xtura oder die Crossover-Modelle von Hymer immer beliebter werden, bündelt die Messe Düsseldorf die Exponate markenübergreifend in einem eigenen Offroad-Bereich in den Hallen 16 und 17.

Ebenfalls neu ist der eigenständige Dachzelt-Bereich in der Halle 7a, der den anhaltenden Trend zu flexiblen und kompakten Reiseformen aufgreift und eine Vielzahl innovativer Produkte für die Schlafzimmer im ersten Stock auf dem Pkw- oder Van-Dach zeigt. Die etablierten Themenwelten fürs Zubehör (Halle 3), Reiseangebote (Halle 7) sowie Technologie und Komponenten (Hallen 13 und 14) werden regelmäßige Besucher an ihren bewährten Standorten wiederfinden. In Sonderschauen gibt es zudem wieder Tipps zum Selbstausbau, Neulinge können sich in der Starter-Welt umfangreich informieren und das Traumtouren-Kino entfacht bei dem ein oder anderen vielleicht schon das Fernweh.

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