Ford macht britisches Motorenwerk zu

JLR-Kooperation endet

| Autor: dpa

Motorenfertigung in Bridgend
Motorenfertigung in Bridgend (Bild: Ford / Roger Donovan)

Ford will seine Motorenproduktion im britischen Bridgend schließen. Der Standort mit derzeit etwa 1.700 Mitarbeitern soll laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag bis September 2020 aufgelöst werden. Der Autobauer hat auf der Insel noch zwei weitere Fabriken in London und Halewood bei Liverpool.

Die Belegschaft des Werkes wurde am Donnerstagmorgen über die Pläne des Herstellers informiert. Als Grund für die Schließung wurde neben einer weltweit schwächeren Nachfrage nach den in Bridgend gefertigten Aggregaten auch das Auslaufen einer Fertigungskooperation mit Jaguar Land Rover genannt.

Die britische Autoproduktion ist seit längerem auf Talfahrt. Ein Grund dafür ist die Unsicherheit durch den geplanten Brexit. Die Frist für den EU-Austritt wurde inzwischen bis zum 31. Oktober verlängert. Drei Mal ist das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen bislang im Parlament in London durchgefallen.

Aber auch die schwächere Nachfrage unter anderem in China und der Trend vom Verbrennungsmotor weg machen der Automobilbranche massive Probleme.

Honda schließt Werk in Swindon

Andere Hersteller hatten in den vergangenen Monaten ebenfalls Werksschließungen oder massiven Personalabbau in Großbritannien angekündigt. So wird Honda 2021 sein Werk in Swindon im Südwesten Englands dicht machen. Es hat 3.500 Beschäftigte und ist Hondas einzige Fertigungsstätte in Europa.

Auch Ford Deutschland ist auf lange Sicht auf personellem Schrumpfkurs, wie Vertreter des Unternehmens am Mittwoch in Düsseldorf berichtet hatten. Der Autobauer hat bundesweit 24.000 Mitarbeiter. In der Elektromobilität ist Ford hintendran; derzeit kann man kein neues, rein elektrisches Fahrzeug kaufen. 2020 soll ein neuer Elektro-Pkw auf den Markt kommen, der in den USA gebaut wird.

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