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Ford-Nutzfahrzeuge stärken die Rendite

| Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Ford möchte bis 2013 fünf Elektrofahrzeuge auf den europäischen Markt bringen - darunter auch leichte Nutzfahrzeuge. Vertriebschef Wolfgang Booms erläutert die Pläne im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.

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Wolfgang Booms, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Ford Deutschland
Wolfgang Booms, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Ford Deutschland
( Archiv: Vogel Business Media )

Ford hat eine klare Strategie im Bereich der Elektromobilität formuliert: Bis 2013 will der Hersteller in Europa fünf Elektro- und Hybrid-Modelle auf den Markt bringen – darunter auch leichte Nutzfahrzeuge wie den Ford Transit Connect Electric. „Die Elektrifizierung ist für uns ein relevantes Thema. Daher haben wir uns mit dem Unternehmen Azure Dynamics auch einen Partner gesucht, der über weitreichende Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt“, erklärte Wolfgang Booms im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.

Ford forsche und entwickele darüber hinaus weiterhin in allen anderen Bereichen der Motorentechnologie. „Dennoch denken wir, dass sich die Elektromobilität auf lange Sicht gegenüber den anderen alternativen Antrieben wie zum Beispiel Erdgas oder Autogas durchsetzt“, ist sich Booms sicher. Langfristig setzt der Hersteller auf „Null-Emissions-Fahrzeuge“, die ihren Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen oder mit Hilfe einer Brennstoffzelle an Bord selbst produzieren.

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Ford füllt die Auftragsbücher

Vorerst blickt Ford jedoch auf einen ansteigenden Nutzfahrzeugmarkt: Von Januar bis September 2010 hat der Hersteller knapp 23.000 Nutzfahrzeuge in Deutschland verkauft. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Ford Transit steht in dieser Sparte mit 18.951 Einheiten an der Spitze. „Der Handel verzeichnet einen deutlichen Zuwachs und die Auftragseingänge liegen 19,6 Prozent über denen des Vorjahres. Das Produktionsvolumen des Ford Transit stieg in den ersten neun Monaten um 37 Prozent auf über 19.000 Einheiten“, sagte Booms.

Bei seinen gebrauchten Transportern arbeitet Ford weiterhin an der Stabilität der Restwerte. „Wir stehen als Hersteller in einer Verantwortung gegenüber unseren Händlern. Daher haben wir in den vergangenen Monaten auch nur gut 1.500 Fahrzeuge ins Vermietgeschäft gebracht. Wir möchten die Preise unserer Jung- und Gebrauchtwagen sowie die Restwerte der Leasingrückläufer nicht gefährden“, so Booms. Auch bei Ford seien gebrauchte Transporter derzeit Mangelware und daher bei den Händlern sehr begehrt.

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