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Ford Puma: Spätstarter überzeugt mit Ladeeigenschaften

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Einen Puma hatte Ford früher schon im Stall, nun kommt der Namensnachfahre in den Autohandel. Mit dem einstigen Sportcoupé hat der Puma 2020 aber nichts zu tun. Er ist ein SUV, das mit pfiffigen Ausstattungsideen Nutzwert-orientierte Käufer im Boomsegment überzeugen soll.

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Ford lässt den Puma los: Das SUV der Kölner kommt im März in den Handel.
Ford lässt den Puma los: Das SUV der Kölner kommt im März in den Handel.
(Bild: sp-x/Stuart G W Price)

Einen solch leicht auszusprechenden und international einsetzbaren Namen wie Puma so einfach sausen zu lassen? Nein, das kam für die Produktplaner bei Ford nie in Frage. Auch wenn der moderne Puma von heute so gut wie nichts mehr mit seinem Namensvetter aus den 1990er Jahren zu tun hat. Damals war der Puma ein kleines Sportcoupé. Mit einem solchen Modell aber ließe sich heute im kompakten B-Segment kein Blumentopf mehr gewinnen.

Voll im Trend dagegen liegen kleine SUV und Crossover. Und genau auf diese Entwicklung hin wurde der Puma der 2020er Jahre konzipiert. Allerdings hat Ford den Trend nicht als Erster erkannt. Über ein Dutzend Modelle der Konkurrenz sind bereits auf dem Markt. Die Kölner geben sich dennoch äußerst zuversichtlich, dass der Puma ein Erfolg wird: „Wir kombinieren gutes Design mit dem besten Package der Klasse“, sagt der Leiter der Baureihe, Sigurd Limbach. Der 4,19 Meter kurze Puma teilt sich die B2-Architektur mit dem Fiesta, erhielt aber einen 9,5 Zentimeter längeren Radstand. Das kommt vor allem den Passagieren auf der Rücksitzbank zugute. Sie genießen üppige Beinfreiheit.

Ford Puma: Comeback als SUV
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Die große Überraschung aber liegt buchstäblich hinter ihnen. Besonders stolz sind die Entwickler auf die bislang einzigartige Funktionalität des Puma. Nicht nur, dass der Kofferraum 456 Liter fasst, 164 mehr als der Fiesta, und damit das Segment anführt, das kleine SUV besitzt zudem eine „Mega-Box“. Sie steckt unter dem Ladeboden. Wo sonst die Reserveradmulde sitzt, hat Ford eine tiefe, rechteckige Kunststoffwanne verbaut (Volumen: 81 Liter). Große Pflanzen beispielsweise können aufrechtstehend, schmutzige Gummistiefel problemlos transportiert werden. In die Box eingelassen ist zudem eine Ablauföffnung, sie ließe sich somit sogar leicht mit dem Wasserschlauch reinigen.

Es sind nicht die einzigen cleveren Ideen, die die Entwickler dem Puma mit auf den Weg gegeben haben. So sind auf Wunsch eine sensorgesteuerte Heckklappe oder Massage-Sitze zu bekommen. Und wer hat sich nicht schon über einen hässlichen Fleck auf dem Sitzpolster geärgert und versucht, dem Missgeschick mit Bürste und Reinigungsmitteln beizukommen? Mit mehr oder weniger schlechtem Ergebnis. Im Puma lassen sich die Bezüge per Reißverschluss abziehen und in die Waschmaschine schmeißen. Weiterer Vorteil: Wer nach einigen Jahren auf eine andere Polsterfarbe umschwenken möchte, kann auch dies tun.

Rückzugsgebiet für klassische Drehregler

Sehr modern zeigt sich der Puma hinter dem mit diversen Funktionstasten gespickten Dreispeichen-Lenkrad. Es ist Fords erstes Europa-Auto mit virtuellem Digital-Display. Die Anzeigen lassen sich in unterschiedlichen Darstellungen konfigurieren und sind einwandfrei lesbar. Schön, dass die Designer für die Bedienung der wichtigsten Funktionen wie Lautstärke und Klimaregelung es jedoch bei klassischen Drehreglern und Tastern belassen haben. Denn nicht alles im Auto muss zwingend mit dem Finger auf dem Display gesteuert werden. Gerade ältere Autofahrer, die nicht mit dem Smartphone aufgewachsen sind, dürften dies begrüßen.

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