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Gebrauchtwagen-Markt hat sich im April fast halbiert

| Autor: Andreas Grimm

Ein neuer Gebrauchter war für viele Autokäufer zuletzt kaum ein Thema. Die Zahl der Besitzumschreibungen stürzte allerdings prozentual weniger heftig ab als im Neuwagengeschäft. Stützend wirkt zudem das Nutzfahrzeuggeschäft.

Wie das gesamte Wirtschaftsleben stand auch das Gebrauchtwagengeschäft im April unter dem Eindruck der Corona-Krise.
Wie das gesamte Wirtschaftsleben stand auch das Gebrauchtwagengeschäft im April unter dem Eindruck der Corona-Krise.
(Bild: Mauritz / »kfz-betrieb«)

Die Auswirkungen des Corona-Lockdowns haben den Gebrauchtwagenmarkt im April schwer getroffen. Im vierten Monat des Jahres fanden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vom Mittwoch nur 352.519 Pkw einen neuen Halter. Das waren 44,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Den Neuwagenmarkt hat die Krise allerdings sogar um 61 Prozent nach unten gedrückt.

Nach dem bereits stark rückläufigen März-Ergebnis (-25,8 %) ist die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen damit im bisherigen Jahresverlauf deutlich unter Druck. 2,01 Millionen Halterwechsel nach vier Monaten bedeuten einen Rückgang um 16,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Laut einer Auswertung der Gebrauchtwagenbörse Autoscout 24 legen inzwischen auch die Preise den Rückwärtsgang ein. Auf der Online-Plattform lag den Angaben zufolge der durchschnittliche Angebotspreis im April mit 20.860 Euro über 270 Euro niedriger als im März. Diese Entwicklung könnte allerdings nur der Auftakt sein. Die DAT-Tochter Xpxd Consulting warnte jüngst vor einem Wertverlust von bis zu 30 Prozent bei Flottenrückläufern mit hohen Laufleistungen.

Nutzfahrzeugmarkt stabiler

Weiterhin weniger krisenhaft entwickelte sich dagegen das Geschäft mit gebrauchten Nutzfahrzeugen. Wie aus den KBA-Daten hervorgeht, wechselten im April noch gut 23.600 Lkw den Halter. Das waren 27,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf summierten sich die Lkw-Umschreibungen auf 121.700 Einheiten. Das entspricht einem vergleichsweise moderaten Rückgang um 6,6 Prozent.

Nochmals weniger betroffen waren die Aktivitäten der Interessenten für Sattelzugmaschinen. In diesem recht kleinen Segment fanden im April 1.055 Einheiten einen neuen Halter (-15,9 %). Im Gesamtjahr waren es bislang 5.689 (-4,9 %). Die Bus-Umschreibungen fielen zwar im April um ein Fünftel (-20,1 %), sind aber im Gesamtjahr – dank eines hohen Februar-Anstiegs um fast 50 Prozent – nach vier Monaten immer noch 4,3 Prozent im Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Wenig erfreulich ist dagegen die Entwicklung im Kraftrad-Segment. Hier verzeichnete das KBA im April einen Rückgang der Umschreibungen um 26,2 Prozent auf 47.859 Einheiten. Im bisherigen Jahresverkauf steigt das Minus damit auf 18,9 Prozent bei 132.950 Halterwechseln.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«