Geely investiert in fliegende Autos

Chinesen kaufen Terrafugia

| Autor: Christoph Seyerlein

Terrafugias erstes fliegendes Auto soll 2019 auf den Markt kommen.
Terrafugias erstes fliegendes Auto soll 2019 auf den Markt kommen. (Bild: Terrafugia)

Der Hype um fliegende Autos geht weiter. Nun springt auch Geely auf den Zug auf und hat das Start-up Terrafugia übernommen. Das gab die chinesische Konzernmutter von Volvo, Lotus und Lynk und Co. am Montag bekannt. Terrafugia will bereits 2019 sein erstes fliegendes Serien-Auto auf den Markt bringen, bis 2025 soll dann ein Modell marktreif sein, das senkrecht starten und landen kann.

Wie viel Geld sich Geely die Übernahme kosten lässt, ist nicht bekannt. Terrafugia will das frische Kapital auch dazu nutzen, weiter Personal aufzubauen. Nach eigenen Angaben hat das Start-up aus Boston die Zahl seiner Ingenieure bereits im vergangenen Quartal verdreifacht, als das Geely-Engagement noch bei den Kartellbehörden zur Prüfung lag.

Die Geschichte von Terrafugia begann 2006, als fünf Absolventen des Massachusetts Institute of Technology (MIT) das Start-up gründeten. Drei Jahre später präsentierten sie dann ihren ersten Prototypen eines fliegenden Autos. 2012 folgte auf der Autoshow in New York das erste „Kleinserienmodell“ namens Transition. Es kostet umgerechnet rund 210.000 Euro und hat für die USA eine Luft- und Straßenzulassung.

Den Durchbruch auf dem Massenmarkt peilt Terrafugia aber 2019 an. Dann soll der TF-X an den Start gehen, ein Viersitzer mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Start- und Landung sollen die E-Motoren stemmen, im Flugbetrieb übernimmt dann der Verbrenner den Antrieb des Heckpropellers. Terrafugia verspricht für den TF-X eine Reichweite von 500 Meilen (rund 800 Kilometer), die Höchstgeschwindigkeit soll bei 200 Meilen pro Stunde (rund 320 km/h) liegen. Interessenten können das Gefährt auf der Website von Terrafugia bereits vorbestellen – dafür werden 10.000 Dollar fällig. Wie viel das fliegende Auto dann letztlich kosten wird, ist noch nicht bekannt.

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