Dann konterkariert man allerdings den Aufwand, den BMW für die Sparmaßnahmen betrieben hat, der Verbrauch bewegt sich auf dem Niveau eines 330i mit artgerechter Fahrweise. Soll das e im Kürzel also einen Sparnutzen haben, gilt es die Limousine und die Batterieleistung anders einzusetzen. Am besten nutzt man die aufwändige Technik aus der heimischen Garage auf dem Weg zum Arbeitsplatz. Idealerweise wurde das Fahrzeug voll aufgeladen – dauert an der Haushaltsdeckdose drei Stunden – und man kann auf bis zu 40 Kilometer elektrische Restreichweite zurückgreifen.
Standardmäßig startet man in der Einstellung Auto eDrive. Sie ermöglicht ein optimales Zusammenspiel von Verbrennungs- und Elektromotor und eine rein elektrische Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Das serienmäßige Navigationssystem berücksichtigt bei seiner Zielführung die Topographie der vorausliegenden Strecke sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen und Steigungsinformationen und sorgt so für eine effiziente Nutzung der verfügbaren Energien. So werden Wohngebiete bevorzugt mit E-Antrieb durchfahren.
Wer nur eine Kurzstrecke zu bewältigen hat, kann gleich den Modus Max eDrive aktivieren. Der 330e fährt dann rein elektrisch und bis zu 120 km/h schnell. Nutzt man diese Einstellung oft, verzichtet also so oft wie es geht auf die Zuschaltung des Verbrenners, liegt der Durchschnittsverbrauch von 2,1 Litern nicht ganz in unerreichbaren Sphären. Wer also über eine Steckdose in der heimischen Garage oder am Arbeitsplatz verfügt, kann die Vorteile der Technik nutzen.
Wer auf Langstrecken sportlich und vergleichsweise sparsam unterwegs sein möchte, also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den konträren Charaktereigenschaften des Dr. Jekyll und Mr. Hyde realisiert, ist sicherlich mit einem Diesel wie dem 325d (190 kW/258 PS, ab 41.500 Euro) besser bedient.
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