Aiways-Schlussbilanz Die erste China-Marke hat sich wieder verabschiedet

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

Automarken im Online-Vertrieb fehlt das natürliche Service-Netz, sie setzen auf Werkstattketten wie ATU. Im Falle von Aiways ist diese Verbindung inzwischen aufgelöst – auch weil Diagnosegerät und Ersatzteile fehlen. Die Kunden haben das Nachsehen. Neuzulassungen gibt es schon lange nicht mehr.

Das chinesische Fabrikat Aiways stellte sich im März 2020 in Deutschland vor. Vertrieblich ging aber nichts voran, verkauft wird seit Jahren nichts mehr. Nun gibt es auch noch Probleme im Service.(Bild:  Aiways)
Das chinesische Fabrikat Aiways stellte sich im März 2020 in Deutschland vor. Vertrieblich ging aber nichts voran, verkauft wird seit Jahren nichts mehr. Nun gibt es auch noch Probleme im Service.
(Bild: Aiways)

Der chinesische Autobauer Aiways ist in der Versenkung verschwunden, obwohl die Webseite noch munter den „neuen Aiways U5“ (vorgestellt im März 2020) sowie das Coupé U6 anpreist. Faktisch werden seit zwei Jahren keine Modelle mehr verkauft, das Kraftfahrt-Bundesamt hat die letzte Neuzulassung im Juli 2024 registriert. Und das scheint auch gut so, denn Aiways-Käufer tun sich inzwischen schwer, eine kompetente Anlaufstelle für den Service zu finden. Die Kooperation mit dem einstigen Partner ATU wurde zum 31. Dezember 2025 beendet, bestätigt die Werkstattkette aus Weiden. „Seitdem führen wir keine Garantiearbeiten mehr im Auftrag von Aiways Europe durch.“