Gefahren: Fiat 500 Elektro – der Preis des Dolce Vita

Autor / Redakteur: Joaquim Oliveira – Press-Inform / Jens Rehberg

Fiat war mit dem 500 im A-Segment bislang extrem erfolgreich. Daran will FCA nun mit einer neuen, etwas größeren Elektro-Variante anknüpfen – zu einem beachtlichen Preis.

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Nach gut vier Stunden (bei 11 kW) ist der „Tank“ des neuen Elektro-Fiats wieder voll.
Nach gut vier Stunden (bei 11 kW) ist der „Tank“ des neuen Elektro-Fiats wieder voll.
(Bild: FCA)

So ganz neu ist die Idee mit einem elektrischen Fiat 500 nicht. Bereits 2013 stellten die Italiener unter Chrysler-Regie für die USA einen Fiat 500-E vor, der eine umgebaute Elektrovariante des bekannten Bestsellers war. Spät springt FCA mit dem neuen Fiat 500-E nunmehr auf den Elektrozug auf, der aufgrund der mehr als angespannten finanziellen Lage zum Erfolg verdammt ist. Im ersten Jahr will Fiat 80.000 Fahrzeuge verkaufen, die im gründlich renovierten Werk Mirafiori vom Band laufen.

Optisch ist der neue Fiat 500-E ganz der Alte – obwohl die Dimensionen leicht gewachsen sind. Im Vergleich zum bisherigen 500er wuchs der italienische Kleinwagen auf der neuen Plattform 5,6 Zentimeter in der Länge und 6,1 Zentimeter in die Breite. Die Chefingenieurin Laura Farina versichert, dass trotz der großen Ähnlichkeit zum Vorgänger nur rund vier Prozent der Komponenten übernommen wurden.

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Chefdesigner Klaus Busse: „Der Cinquecento von 1957 hatte ein trauriges Gesicht und da er mit Hinterradantrieb ausgestattet war, brauchte er den Frontgrill nicht. Der 2007er 500 lächelte alle an, aber Fiat schaffte eine technische Lösung, um einen kleinen, abgesenkten Kühlergrill herzustellen. Der Novo 500 verzichtet auf den Grill, da er ohne Verbrennungsmotor nicht gekühlt werden muss.“

Im neuen Fiat 500 wurde insbesondere der Innenraum verbessert und es gibt „Dolce-Vita“-Innovationen wie den Sound, der Fußgänger bis zu einer Geschwindigkeit von 5 bis 20 km/h warnt. Dabei ist es zweifellos angenehmer, von den melodiösen Akkorden von Nino Rota im Fellini-Film Amarcord alarmiert zu werden, als vom Summen eines Cyborgs, wie es heute bei vielen Elektroautos der Fall ist.

Das Platzangebot im Innern wuchs durch die gewachsenen Abmessungen leicht, was sich vor allem in der Breite der Schultern vorne aber kaum in der Beinfreiheit hinten bemerkbar macht. Hier bleibt es unverändert eng.

Technologischer Quantensprung im Innenraum

Das Armaturenbrett ist flach und enthält nur wenige Tasten. Neben den sieben-Zoll-großen Instrumenten gibt es einen 10,25-Zoll-Infotainment-Bildschirm, der umfangreich konfigurierbar ist. Grafik, Betriebsgeschwindigkeit und die Möglichkeit der gleichzeitigen Kopplung von zwei Mobiltelefonen stellen einen Quantensprung gegenüber dem dar, was Fiat bisher auf dem Markt hatte und sind Teil der Standardausstattung der gut ausgestatteten Startversion „La Prima“.

Zudem ist der 500-E mit Details wie Fernlichtautomatik, Abstandstempomat, kabellosem Aufladen von Mobiltelefonen, Rückfahrkamera sowie Notbremsung mit Fußgänger- und Radfahrererkennung ausgestattet, wobei die Innenausstattung aus recycelten Materialien und „Öko-Leder“ mit Kunststoffen gefertigt wurde.

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