Gefahren: Fiat Freemont Cross

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Fiat beantwortet den aktuellen SUV-Boom mit einer neuen Cross-Version des Freemont. Viel ändert sich allerdings nicht gegenüber der konventionellen Van-Variante.

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Antwort auf den SUV-Boom: Fiat bringt die Cross-Variante des praktischen Vans Freemont. Sie geht im September an den Verkaufsstart.
Antwort auf den SUV-Boom: Fiat bringt die Cross-Variante des praktischen Vans Freemont. Sie geht im September an den Verkaufsstart.
(Foto: Fiat)

Das SUV-Segment wächst und wächst – selbst steigende Spritpreise können daran nichts ändern. Um diesen Trend möglichst effektiv in bare Münze umzuwandeln, haben die Hersteller längst damit begonnen, SUV-Derivate vieler verschiedener Modellreihen zu installieren – teilweise bis ins Groteske hinein. Grund genug für Fiat, auch den praktischen Van Freemont in einer so genannten Cross-Version anzubieten. Viel ändert sich allerdings nicht im Vergleich zur konventionellen Variante. So zieren den im Offroad-Look daherkommenden Italo-Amerikaner silbern gehaltene Elemente an Front- und Heckschürze, als Unterfahrschutz fallen sie indes etwas mager aus. Sei`s drum, schlechter wird der ausladende 4,92 Meter-Brocken dadurch ja nicht. Und eine Allradversion gab es ohnehin, dabei bleibt es auch. So werkelt in Kombination mit 4x4-Strang und Automatik ausschließlich der 125 kW/170 PS starke Zweiliter-Diesel, den Fiat zur Präsentation auch mitgebracht hat. Er ist mit einem Verbrauch von 7,3 Litern pro 100 Kilometer nicht gerade der Sparsamste, aber die Fahrzeuggröße sowie das Allradsystem fordern eben ihren Tribut.

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Wer möchte, erhält allerdings auch die 103 kW/140 PS-Variante – dann ohne Allradantrieb. Und die ist mit 6,3 Litern je 100 Kilometer auch genügsamer. Die Preise will Fiat erst im September bekanntgeben, wenn der Freemont Cross auf den Markt kommt. Gerechnet werden muss mit etwa 2.000 Euro Aufpreis zur Basis, allerdings wird die Outdoor-Ausgabe erst ab der höher ausgestatteten Lounge-Linie verfügbar sein, was luxuriöse Features bereits ab Werk verspricht. So gibt es beispielsweise Ledersitze, Navigationssystem und Rückfahrkamera frei Haus. Das Fahrwerk ließen die Ingenieure unangetastet. Bei einer kurzen Ausfahrt mit dem Van überzeugte es durch eine milde Abstimmung. Selbst aggressive Wellen bügelt das Raumwunder gekonnt weg. Wer sportliche Gepflogenheiten vorzieht, ist hier an der falschen Adresse. Hohe Kurventempi erzeugen merkliche Seitenneigung, da kommen die amerikanischen Gene aus der Dodge-Vergangenheit durch.

Faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Als Langstrecken-Kandidat ist der Diesel jedoch goldrichtig. Ein Autobahnjäger wird aus dem Commonrail nicht gerade, mit einer Beschleunigung von rund 11 Sekunden gehört man eher zu den gemächlichen fast-200-PS-Kandidaten. Grund dafür dürfte wohl sein relativ hohes Gewicht von fast zwei Tonnen sein. Der kernige Selbstzünder übrigens ist mühelos als solcher zu identifizieren, vor allem bei hohen Drehzahlen. Doch die in Verbindung mit dem Allrad obligatorische Sechsgang-Automatik schaltet schon früh hoch – und das durchaus geschmeidig. Dann sind selbst bei Richtgeschwindigkeit Unterhaltungen in Zimmerlautstärke möglich.

Gemütliche Sitze und großzügige Platzverhältnisse machen den Allrounder zum feinen Reisevehikel. Dank seiner fast drei Meter Radstand bietet der Freemont jede Menge Platz im Innenraum. Selbst auf den beiden Sitzen in der dritten Reihe können Erwachsene noch halbwegs unbeengt weilen. Die Innenarchitektur ist betont sachlich gehalten. Weitläufige Kunststoffoberflächen ohne designmäßigen Schnickschnack sprechen eine funktionale Sprache.

Funktionalität ist ohnehin die Stärke des Freemont: So verfügt er über eine Vielzahl an Fächern und Staumöglichkeiten. Als intelligente Detail-Lösungen erweisen sich die im Boden eingelassenen Boxen, die Fächer unter den Sitzen und die eingebauten Kindersitze. Auch die Bedienung gelingt ohne Probleme – das eingebaute Navigationssystem von Garmin lässt sich intuitiv steuern über den riesigen integrierten TFT-Schirm auf der Mittelkonsole. Und das Preis-Leistungsverhältnis darf mit Fug und Recht als fair bezeichnet werden.

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