Gefahren: Mercedes S-Klasse Cabriolet

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Bei so viel Aufwand zum Wohl der Passagiere dürften es diese als etwas kleinlich ansehen, dass Mercedes sowohl für die warme Luftströmung aus den Kopfstützen, das rückwärtige Windschott als auch für den Windabweiser oben am Frontscheibenrahmen noch extra die Hand aufhält. Doch der Grund klingt plausibel. In Ländern wie Kalifornien beispielsweise bestellt diese Features so gut wie keiner. Und der Sonnenstaat an der Westküste Amerikas ist der größte Abnehmer für das S-Klasse Cabriolet.

Ein Grund auch, warum es das Luxus-Cabrio nicht mit einem Sechszylinder gibt. Den Einstieg bildet der S 500 mit einem 335 kW/455 PS starken 4,7-Liter-V8. Ohne Zweifel ein Sahnestück von Motor, geschmeidig, laufruhig, kräftig und souverän. Mehr muss man wirklich nicht haben – in keinem Land der Welt. Hinzu kommt ein unübertroffener Fahrkomfort, bei dem man glaubt, nicht mehr zu rollen, sondern förmlich über dem Asphalt zu schweben.

Mercedes S-Klasse Cabrio: Sonnendeck mit acht Zylindern
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Doch weil manchen Männern dies nicht reicht, ist einmal mehr die Tuning-Tochter AMG mit von der Partie. Im S 63 4-Matic – übrigens das erste S-Klasse Cabrio in der Geschichte von AMG – grummelt dann ein 5,5-Liter-V8-Biturbo. Klar legen 430 kW/585 PS und 900 Newtonmeter mächtig los, können das Zweitonnen-Schiff zur Not in weniger als vier Sekunden von null auf 100 km/h katapultieren. Aber diese Not existiert in einem Cabriolet vom Format einer S-Klasse eigentlich nie. Hier ist der Genuss das Cruisen, nicht das Rasen.

Bezahlen lässt sich Mercedes diese wirklich außergewöhnliche Art des Autofahrens mit mindestens 139.051,50 Euro (S 500), was gegenüber dem S-Klasse Coupé einen Verdeck-Aufpreis von knapp 16.000 Euro bedeutet. Die AMG-Version S 63 4-Matic kostet 187.484,50 Euro und der Zwölfzylinder S 65 reißt bereits die Viertel-Million-Marke. Nach oben ist weiter Spielraum. Für individuelle Extras hält die Preisliste immerhin 57 Seiten bereit. Wählen kann man unter 28 Leder-Variationen, vier Verdeckfarben, sechs Innenhimmel-Alternativen und 14 Außenlacken.

Keine Chance hingegen hat der S-Klasse-Cabrio-Kunde mehr, möchte der die „Edition 130“ auf Basis des S 63 erwerben. Das auf 130 Exemplare limitierte und 226.457 Euro teure Modell, mit dem Mercedes-AMG die Erfindung von Carl Benz und Gottlieb Daimler vor 130 Jahren würdigt, ist bereits ausverkauft.

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