Geely-Kernmarke Erster Händler in Schleswig-Holstein startet in Kürze

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Das Autohaus Fräter in Kiel vermarktet als erster Vertriebspartner des chinesischen Herstellers dessen Hauptmarke zwischen Nord- und Ostsee. Geschäftsführer Pascal Behrens freut sich auf ein ganz bestimmtes Modell.

Hauptstandort der Fräter-Gruppe in Kiel-Suchsdorf(Bild:  Axel Heimken)
Hauptstandort der Fräter-Gruppe in Kiel-Suchsdorf
(Bild: Axel Heimken)

An seinem Hauptsitz in Kiel-Suchsdorf bietet das Autohaus Fräter (Opel, Suzuki, Honda und Isuzu) in Kürze Fahrzeuge der Geely-Kernmarke an. Mit der Portfolio-Erweiterung ist Fräter der erste Vertriebspartner der Einstiegsmarke des Herstellers im Land Schleswig-Holstein. In ganz Deutschland konnte das Fabrikat bislang ein gutes Dutzend Händler für sein Konzept gewinnen.

„Eigentlich bräuchten wir nicht unbedingt ein weiteres Fabrikat“, sagt Geschäftsführer Pascal Behrens auf Anfrage, „aber wir finden es spannend, mit einem chinesischen Hersteller zusammenzuarbeiten, der sich auf die Elektromobilität spezialisiert hat.“ Dabei habe man sich bewusst für einen der größten chinesischen Automobilkonzerne entschieden. Neben den Produkten war dem Händler auch die klare, partnerschaftliche Ausrichtung auf ein Händlernetz mit Vertrieb und Service vor Ort wichtig.

Mit den ersten zehn Fahrzeugen für den Schauraum und für Probefahrten rechnet Behrens in den kommenden Wochen. Der Händler, der an seinen sechs Standorten in Kiel-Suchsdorf, Kiel-Wellsee, Lübeck, Rendsburg, Eckernförde und Flensburg jährlich insgesamt rund 1.500 neue und 2.000 gebrauchte Fahrzeuge verkauft, möchte mit Geely im kommenden Jahr 100 bis 120 Neuwagen vermarkten. Dabei setzt Behrens vor allem auf den „E2“, ein kompaktes E-Auto in der Polo-Klasse für die Stadt, das in China zu den meistverkauften Modellen überhaupt zählt.

Bereits im September soll der E2 laut dem Importeur hierzulande starten und sich zum E-SUV E5 sowie dem Schwester-Modell Starray EM-i mit Plug-in-Hybrid gesellen, die gerade schon auf deutsche Händlerhöfe rollen. Ein weiteres Modell mit Plug-in-Hybrid-Antrieb im D-Segment ist für Ende 2026 vorgesehen. Bis 2028 soll das Geely-Portfolio auf über zehn Modelle anwachsen.

Wenn das Geschäft mit der neuen Marke bei Fräter in Kiel gut anläuft – vor allem aber, wenn die Prozesse im Tagesgeschäft gut funktionieren – kann sich Pascal Behrens bereits vorstellen, Geely um den Jahreswechsel herum auf zwei weitere Standorte auszurollen. „Ich bin sehr gespannt auf die Strukturen bei Geely und wie das alles laufen wird“, sagt der norddeutsche Händler.

Die familiengeführte Autohausgruppe Fräter setzt jährlich mit insgesamt 120 Mitarbeitern zwischen 55 und 60 Millionen Euro um. Das in Kiel gegründete Unternehmen besteht seit 1976.

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