Gefahren: Renault Clio RS

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Ganz so flott ist die Rennsemmel dann zwar doch nicht. Aber bei Vollgas geht es durchaus beherzt zur Sache. Wenn 240 Nm auf kaum mehr als 1,2 Tonnen treffen, dann reicht das für einen turbulenten Tanz über Landstraßen und Rundstrecken. Gierig scharren die schwarzen Pellen auf den 17-Zöllern kurz am Asphalt, ein leichtes Zittern geht durch den Wagen, dann schießt die „Pocket Rocket“ davon: Nur 6,5 Sekunden vergehen bis Tempo 100 und erst bei 225 km/h hat die Raserei ein Ende.

Da ist es kein Schaden, dass die Sitze etwas tiefer ausgeschnitten sind und das Lenkrad ein bisschen griffiger ist. Denn vor allem in Kurven kann der Clio die Nachteile des Frontantriebs nicht ganz überspielen, selbst wenn das elektronische Differential das innere Rad ein bisschen einbremst und dem Wagen so schneller ums Eck hilft.

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Besonders stolz sind die Franzosen dabei auf ihre neue Doppelkupplungsautomatik, die ihre sechs Gänge in der Tat so schnell und sauber wechselt, dass man getrost die Finger von den Schaltwippen am Lenkrad lassen kann. Schon im Normalbetrieb schafft sie das in 200 Millisekunden. Aber wenn man in den Sportmodus wechselt, knallen sie schon in 150 Millisekunden durchs Räderwerk. Einzig die wunderbaren Zwischengasfanfaren, die andere Hersteller dabei einspielen, hat Renault irgendwie vergessen.

Zwar geht es beim Clio RS vor allem um Spaß und Emotionen, doch so ganz bleibt die Vernunft nicht auf der Strecke. Dank Downsizing und Fastenkur braucht der RS deshalb gut ein Fünftel weniger Sprit als sein Vorgänger und ist jetzt mit 6,3 Litern zufrieden.

Rennwagen-Sound auf Knopfdruck

Der Clio RS fährt so flott, wie man es von einem Kleinwagen mit 200 PS erwarten kann. Er liegt satt und sicher auf der Straße, die Doppelkupplung schaltet im Sportmodus rasend schnell, die Bremsen haben genügend Biss und das Fahrwerk ist bei aller Härte so gutmütig, dass man auch nach zwei, drei Stunden noch keine Rückenschmerzen hat. Nur der Klang des Kraftmeiers ist ein bisschen mager – obwohl die Ingenieure eigens eine sogenannte Soundpipe vom Ansaugtrakt an die Spitzwand gelegt haben, um die Motorengeräusche live in den Innenraum zu übertragen. Doch was dem Vierzylinder an Stimmgewalt fehlt, macht die Elektronik wett: Denn dem R-Link Sound Effekt sei Dank, genügt ein Knopfdruck, und aus den Boxen röhrt der Clio wie eine Alpine oder der Rennwagen aus dem Clio-Cup.

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