Spezialwerkzeug Gewindeschneider gegen Ärger beim Sensortausch

Von Jakob Schreiner

Die thermische Belastung in Kombination mit Verkokungen und Ruß sind ein Killer für jedes Gewinde. Müller-Werkzeug hat einen Gewindeschneider entwickelt, mit dem sich die Befestigungsgewinde im Auspuffrohr von NOX- und Partikelsensoren günstig reparieren lassen sollen.

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Praktisch: Das Nachschneiden des Befestigungsgewindes ist mit handelsüblichen Steck- oder Ratschenschlüsseln möglich.
Praktisch: Das Nachschneiden des Befestigungsgewindes ist mit handelsüblichen Steck- oder Ratschenschlüsseln möglich.
(Bild: Müller-Werkzeug)

Viele Mechaniker dürften das Problem von der Lambdasonde kennen: Hohe Temperaturen und Verkokungen sowie Rußablagerungen aus dem Abgastrakt greifen das Befestigungsgewinde an und beschädigen es. Der eigentlich simple Austausch wird dann zum Graus, dauert eine gefühlte Ewigkeit und kann mitunter zu hohen Folgekosten führen. Was für die Lambdasonde gilt, gilt auch für den Tausch von NOX- und Partikelsensoren, die den gleichen widrigen Bedingungen ausgesetzt sind.

Typisch für die Sensor-Gewindeschneider von Müller-Werkzeug ist die blaue Färbung, die das Material aufgrund einer Hartstoffbeschichtung erhält.
Typisch für die Sensor-Gewindeschneider von Müller-Werkzeug ist die blaue Färbung, die das Material aufgrund einer Hartstoffbeschichtung erhält.
(Bild: Müller-Werkzeug)

Damit der Tausch nicht zur Tortur wird, haben die Experten von Müller-Werkzeug einen speziellen Gewinderschneider-Satz entwickelt. Sollte das Befestigungsgewinde beim Herausdrehen der Sensoren beschädigt werden, lässt es sich damit einfach nachschneiden. Das Set besteht aus zwei Gewindebohrern, die für eine Vielzahl von NOX- (Gewindemaß M20x1,5) und Partikelsensoren (Gewindemaß M22x1,5) passen sollen.

Die Sensor-Gewindeschneider unterscheiden sich dabei in einigen Punkten von herkömmlichen Gewindebohrern, mit denen Gewinde üblicherweise neu in das Material geschnitten werden. Auf den ersten Blick erkennbar ist die deutlich kompaktere Bauform des Werkzeugs, die auch eine Nutzung auf engsten Raum ermöglichen soll. Die sechs Schneiden und der Sechskant zum Werkzeugansatz sind zusammen nur rund 27 Millimeter lang. Außerdem praktisch: Das Nachschneiden des Gewindes ist dank des Sechskants mit handelsüblichen Steck- oder Ratschenschlüsseln möglich. Auch die blaue Färbung, die das Werkzeug durch eine Hartstoffbeschichtung erhält, sticht sofort ins Auge.

Der Gewindeschneider besitzt einen Führungsbolzen mit Reinigungsnuten, die vor dem Gewindeschneiden nicht nur Verkokungen und Rußablagerungen entfernen, sondern auch ein schiefes Nachschneiden verhindern sollen.
Der Gewindeschneider besitzt einen Führungsbolzen mit Reinigungsnuten, die vor dem Gewindeschneiden nicht nur Verkokungen und Rußablagerungen entfernen, sondern auch ein schiefes Nachschneiden verhindern sollen.
(Bild: Müller-Werkzeug)

Die Schneiden sind speziell für das Nachschneiden des Gewindegangs konzipiert und verfügen über einen Führungsbolzen mit Reinigungsnuten. Dieser entfernt Verkokungen und Rußablagerungen und verhindert ein schiefes Nachschneiden des Gewindes. Das sollen auch die sechs statt üblicherweise drei oder vier Schneiden verhindern. Damit soll sich das Werkzeug deutlich leichter zentrieren lassen, und der Austausch der Abgasanlage nach einem missglückten Sensorwechsel soll der Vergangenheit angehören.

Das hat allerdings auch einen recht stolzen Preis. Für die beiden Gewindeschneider ruft Müller-Werkzeug 168 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer auf.

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