Goodyear Eagle F1: Der Adler fliegt wieder höher

Neue Supersport-Baureihe für Kunden mit Rennsportambitionen

| Autor: Jan Rosenow

Goodyear Eagle F1 Supersport auf Ferrari 488 GTB – das passt zusammen.
Goodyear Eagle F1 Supersport auf Ferrari 488 GTB – das passt zusammen. (Bild: »kfz-betrieb«/Jan Rosenow)

Goodyear verkauft schon seit den Dreißigerjahren seine besonders hochwertigen Reifenmodelle unter dem Namen Eagle (Adler). Mit dem Eagle F1 Asymmetric 5 hat das Unternehmen nun die neueste Generation seiner UHP-Reifenlinie vorgestellt und damit den Asymmetric 3 abgelöst. Da es eine Baureihe 4 nicht gab, liegt die Frage nahe, ob der Entwicklungssprung so groß war, dass er gleich für zwei Generationen ausreicht.

Nun, mit vier Prozent mehr Nassgrip und einem um sieben Prozent besseren Trockenhandling (Herstellerangaben), liegt der Fortschritt im Rahmen des Erwartbaren; und so hat der Wechsel auf Nummer 5 wohl andere Gründe. Angeblich klingt die Zahl in manchen asiatischen Ohren besser.

Der Fortschritt beim Nassbremsen resultiert aus einer Gummimischung, die durch neuartige Traktionsharze besonders geschmeidig ist und sich deshalb besser an die Mikrounebenheiten des Asphalts anpassen kann. Eine besonders steife Gummilage unter dem Laufstreifen verbessert die Fahrstabilität und die Reaktion auf Lenkbewegungen. Naturkautschuk verwendet Goodyear bei diesem Reifen nicht mehr, der Gummianteil der Mischung ist komplett synthetisch hergestellt.

Das Angebot umfasst Größen von 17 bis 22 Zoll, Breiten von 205 bis 315 Millimeter und Querschnitte von 50 bis 25 Prozent. Bis Mai sollen 51 Ausführungen verfügbar sein, zehn weitere folgen bis Dezember.

Eagle F1 Supersport in drei Varianten erhältlich

Für Kunden, denen ein UHP-Reifen (Ultra High Performance) nicht sportlich genug ist, hat Goodyear eine ganz neue Produktlinie entwickelt: den Eagle F1 Supersport und seine beiden noch extremeren Brüder R und RS. Der „normale“ F1 Supersport ist ein Straßenreifen, der auch bei gelegentlichen Rennstreckenausflügen nicht gleich in Fetzen gehen soll. Dafür hat ihm der Hersteller zwei Gummimischungen für den Laufstreifen mitgegeben: Eine nässetaugliche in der Mitte und eine mit mehr Trockengrip für Innen- und Außenschulter. Eine gedoppelte Karkasslage im Flankenbereich, die sich bis unter die Lauffläche zieht, verbessert die Fahrstabilität und sorgt für das erwünschte, sehr direkte Lenkverhalten.

Der F1 Supersport R bringt noch mehr Gummi auf die Straße: Die äußerst wuchtigen Blöcke der äußeren Schulter stützen sich über Brücken an der Mittelrippe ab, was die Stabilität bei extremer Kurvenfahrt noch einmal verstärkt. Bei RS fehlt dann nicht mehr allzu viel zum Slick: Lediglich zwei schmale Längsrillen sind noch für die Wasserableitung vorgesehen; das Profil besteht aus einer waschechten Langstreckensportmischung und ruft förmlich nach dem nächsten Trackday. Den Rennwagen sollte man danach allerdings besser auf dem Anhänger nach Hause transportieren: Der Eagle F1 Supersport RS ist zwar straßenzugelassen, besitzt aber nur sehr eingeschränkte Nässeeigenschaften.

Mit insgesamt 32 Größen (18 bis 21 Zoll, 205 bis 325 mm, 45 bis 20 Prozent) deckt die Supersport-Baureihe laut Goodyear 90 Prozent des relevanten Marktes ab. Ausrüsten lassen sich damit sportliche Kompaktwagen wie VW Golf GTI oder Ford Focus RS ebenso wie Sportlimousinen á la BMW M oder Mercedes AMG. Selbstverständlich gibt es auch Größen für richtige Sportwagen wie den Porsche 911 oder den Ferrari 488 – und unvermeidlicherweise auch für sehr leistungsstarke SUVs.

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