Große Teile der Subaru-Produktion stehen still

Autor: Christoph Seyerlein

Subaru hat in Japan mit schweren Produktionsproblemen zu kämpfen. In den beiden Werken in Gunma laufen aktuell keine Autos vom Band. Grund sind Probleme mit der Servolenkung. Die Fabriken sind für einen Großteil der weltweiten Subaru-Produktion zuständig.

Von den Produktionsausfällen ist auch der Subaru XV betroffen.
Von den Produktionsausfällen ist auch der Subaru XV betroffen.
(Bild: Subaru)

Subaru hat in Japan mit schweren Produktionsproblemen zu kämpfen. Wie der Hersteller am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, stehen große Teile des Autobaus seit dem 16. Januar still. Der Produktionsstopp in den beiden Werken in Gunma nördlich von Tokio soll noch bis mindestens kommenden Montag (28. Januar) andauern.

Die Ursache dafür sind Probleme mit der Servolenkung, die Subaru in den Modellen Forester, Impreza und XV vor Ort verbaut. Bei Qualitätskontrollen hatte der Hersteller festgestellt, dass diese sich plötzlich abschalten könne und eine Warnleuchte auf die Fehlfunktion aufmerksam mache. Die Folge wäre, dass sich das Lenkrad wesentlich schwerer bewegen ließe. Da auch andere Subaru-Modelle auf den Fertigungslinien der genannten Autos gebaut werden, habe man auch deren Produktion vorsorglich gestoppt.

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Man habe die Öffentlichkeit nicht früher über das Problem informiert, da man den Schwierigkeiten erst auf den Grund gehen wollte, so der Hersteller weiter. Mittlerweile habe man aber die Ursache gefunden und bereite Ersatzteile vor. Fahrzeuge mit den fehlerhaften Bauteilen seien lediglich an Kunden in Japan ausgeliefert worden, internationale Märkte seien nicht betroffen, versicherte Subaru.

Für Subaru sind die Werke in Gunma äußerst wichtig. Dort laufen rund zwei Drittel aller neuen Autos des Herstellers vom Band. Inwieweit die Probleme die Japaner finanziell belasten werden, sei noch nicht absehbar, teilte der Hersteller mit. Auch der deutsche Importeur kann noch nicht abschätzen, ob und inwieweit – etwa durch längere Lieferzeiten – der Vorfall das Geschäft hierzulande beeinträchtigt, wie eine Sprecherin auf Anfrage von »kfz-betrieb« erklärte.

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