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„Grüne Göttin“ von Liz Taylor unter dem Hammer

| Autor / Redakteur: dpa/gr / Andreas Grimm

Liz Taylors Leben sorgte in vielen Zusammenhängen für Schlagzeilen und Aufmerksamkeit. Heute etwas vergessen ist ein Begleiter, der in den 1960- und 1970er Jahren häufig an ihrer Seite zu sehen war: ein grüner Rolls Royce. Der war 40 Jahre verschwunden und wurde nun versteigert.

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Dieser Rolls Royce, den Liz Taylor knapp 20 Jahre in Besitz hatte, wurde für 520.000 Dollar versteigert.
Dieser Rolls Royce, den Liz Taylor knapp 20 Jahre in Besitz hatte, wurde für 520.000 Dollar versteigert.
(Bild: Guernsey's)

Ein grüner Rolls Royce, der einmal der Schauspielerin Elizabeth Taylor (1932-2011) gehört hat, ist in den USA für umgerechnet rund eine halbe Million Euro versteigert worden. Das Oldtimer-Cabrio vom Typ Silver Cloud II sei für 520.000 Dollar (etwa 460.000 Euro) an einen anonymen Bieter gegangen, sagte ein Sprecher des Auktionshauses Guernsey's in New York der Deutschen Presse Agentur am Mittwoch. Vor der Versteigerung hatte das Auktionshaus allerdings auf das Vierfache der erlösten Summe gehofft.

Taylors damaliger Ehemann Eddie Fisher hatte ihr das Auto 1960 geschenkt, es kam der Überlieferung zufolge am Tag vor Weihnachten in die Hände Taylors. Die Schauspielerin bezeichnete es als „Green Goddess“ (Grüne Göttin). Im Jahr 1962 nahm sie den Rolls Royce sogar mit zum Dreh des Films „Cleopatra“ nach Rom – wo ihre erste Liaison mit Co-Star Richard Burton begann. Nach der Rückkehr nach New York wurde Burton immer wieder am Steuer des Wagens gesehen. Die Ehe mit Fisher zerbrach endgültig im Jahr 1964.

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In den Folgejahren war Liz Tayler immer wieder auf Fotos zu sehen, die sie im göttlichen grünen Wagen zeigten. Wahrscheinlich war sie im Besitz des Autos bis zum Jahr 1978, als sie es zum Verkauf anbot. Zugegriffen hatte dann der Sammler Karl Kardel aus Kalifornien, der es in den folgenden 40 Jahren pflegte und nicht mehr aus den Händen gab, bis er es nun zur Versteigerung brachte.

Interessantes am Rande: Ob Taylor das Auto jemals selbst gesteuert hat, ist allerdings unklar. „Ich glaube nicht, dass Elizabeth je einen Führerschein hatte“, sagte Kardel der „New York Times“. Richtig viel gefahren wurde das Auto jedenfalls nicht: Laut dem Auktionshaus hatte er nur knapp 41.000 Meilen auf dem Tacho, also 66.000 Kilometer.

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