Gütegemeinschaft Service rückt näher

Autor / Redakteur: Johannes Büttner / Johannes Büttner

Die Gütegemeinschaften zur Qualifizierung von Serviceberatern und Teileverkäufern ziehen 2016 unter ein gemeinsames Dach. Auch die Ausbildung von Automobilverkäufern wird einheitlicher.

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Die Gütegemeinschaften beschlossen umfangreiche Veränderungen.
Die Gütegemeinschaften beschlossen umfangreiche Veränderungen.
(Foto: ZDK)

Die Gütegemeinschaften rücken enger zusammen: Auf ihrer gemeinsamen Jahrestagung in Northeim beschlossen die Vertreter von Herstellern, Importeuren und ZDK, die Gemeinschaften für Geprüfte Automobil-Serviceberater (GASB) und Geprüfte Automobil-Teile- und Zubehörverkäufer (GATZV) zu einer gemeinsamen Gütegemeinschaft Service zusammenzuschließen. „Jetzt steht die Ampel auf Grün“, freute sich Geschäftsführer Frank Wielpütz. Im kommenden Jahr soll die neue Gemeinschaft gegründet werden. Darauf verständigten sich die Delegierten einstimmig.

Bis dahin bleibt zwar noch eine Menge zu tun, doch die wichtigsten Vorbereitungen sind getroffen. Mehrere Arbeitsgruppen hatten die strategische und inhaltliche Ausrichtung sowie die Struktur und die Zertifizierungsarbeit der künftigen Servicegemeinschaft vorbereitet und ernteten dafür auf der Jahrestagung viel Zustimmung und Lob.

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Auslöser der geplanten Neugründung war die Tatsache, dass einige Hersteller und Importeure in Zukunft neben den anerkannten Qualifizierungen zum Serviceberater und zum Teile- und Zubehörverkäufer eine vergleichbare Weiterbildung für Serviceassistenzen anbieten möchten. Das gemeinsame Dach der neuen Gemeinschaft soll überflüssige Parallelstrukturen vermeiden helfen und flexible Karrierewege aufzeigen. Die Ausbildung der Servicekräfte soll künftig modular erfolgen. Auf einen übergreifenden Basisteil folgt ein berufsspezifischer Funktionsteil. Das würde zum Beispiel auch den Karriereschritt vom Serviceassistenten zum Serviceberater erleichtern.

Einheitliches Verfahren für Verkäufer

Auch bei der Qualifizierung der Verkäufer gibt es Änderungen: Künftig steht den Herstellern und Importeuren nur noch ein einheitliches Verfahren zur Zertifizierung ihrer Ausbildung zur Verfügung. Jede Marke muss zwei Wege zum geprüften Verkäufer anbieten. An deren Anfang steht jeweils eine Potenzialeinschätzung für den Kandidaten, am Ende eine obligatorische Prüfung. Dazwischen unterscheiden sich die Wege je nachdem, ob ein erfahrener Bewerber oder ein Neuling die Qualifizierung anstrebt.

Das für Außenstehende oft schwer durchschaubare Nebeneinander von unterschiedlichen Verfahren hat damit ein Ende. „Wir haben die Standards verschlankt, ohne die Qualität zurückzuschrauben, und sorgen für mehr Transparenz“, fasste Geschäftsführer Stefan Hoy das Ergebnis zusammen, das einstimmig angenommen wurde.

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