Händlerumfrage: Uneinheitlicher Jahresstart

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Aufschwung im März

Thomas Werthmann kommentiert das Neuwagengeschäft des ersten Quartals wie folgt: „Bei den Privatkunden lagen Absatz und Ertrag im Plan, der Auftragseingang jedoch unter Plan. Bei den gewerblichen Kunden war der Auftragseingang über Plan, Absatz und Ertrag im Plan.“

Über das Gebrauchtwagen- und Servicegeschäft sagt der Geschäftsführer der AVP- Automobilgruppe in Plattling: „Nach einem verhaltenem Jahresstart kam im März Schwung in das Gebrauchtwagengeschäft, die Erträge liegen auf Planniveau. Und wenngleich es im Service keinen Rekordstart gab, sind wir mit der Entwicklung des Werkstattgeschäfts in den ersten Monaten zufrieden.“ „Wir gehen nach wie vor von einem mit dem Jahr 2012 vergleichbaren Jahresergebnis aus – wir erwarten ein gutes Jahr 2013“, so Werthmann.

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Verhaltener Auftragseingang

Die Monate Januar und Februar verliefen überraschend gut im Autohaus Zentral in Saalfeld. Allerdings verschlechterte sich die Situation im Pkw-Verkauf ausgerechnet im März. Die privaten Kunden blieben trotz der lang ersehnten Sonnenstrahlen aus. Den gewerblichen Neuwagenverkauf bilanziert Geschäftsführer Nico Petelka mit den Worten: „Absatz und Auftragseingang waren sehr verhalten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum befinden wir uns derzeit auf einem 30 Prozent tieferen Niveau.“

Wiederum sehr zufrieden ist der Citroën-Händler mit dem Gebrauchtwagengeschäft – sowohl in Sachen Absatz und Ertrag. Ebenfalls optimistisch äußert er sich zum Servicegeschäft.

Jedoch schwindet der Optimismus beim »kfz-betrieb«-Vertriebs-Award-Gewinner 2012 ein wenig beim Blick in die Zukunft: „Ich glaube, dass 2013 kein sehr gutes Jahr wird. Und das, obwohl wir neue Modelle einführen und unsere Marke Citroën gute Voraussetzungen mitbringt.“

Marcel Seyer aus Essen sagt in Sachen Gebrauchtwagen über den Jahresstart: „Der Verkauf im Februar war schlecht, die Ertragslage je Geschäft weiterhin nur zufriedenstellend. Nur mit einem Endspurt im März kamen wir mit viel Mühe auf das Vorjahresniveau.“ Auch das Servicegeschäft des Nissan-Partners verlief sehr schleppend: „Wir kamen gerade so auf das Vorjahresniveau. Die geplante Steigerung war unmöglich“, sagt der Autohaus-Geschäftsführer. Als Grund führt Seyer den lang anhaltenden Winter an. Zum Glück haben die Unfallreparaturen das fehlende Inspektionsgeschäft in der Werkstatt kompensiert und damit die notwendigen Serviceerträge im ersten Quartal gesichert.

Auf die Frage, ob er nach dem Verlauf des ersten Quartals noch an ein gutes Gesamtjahr für seinen Familienbetrieb glaubt, sagt der »kfz-betrieb«-Junior-Award-Gewinner: „Ich bin vorsichtig optimistisch. Es wird sicherlich nicht leicht. Aber ich bin zuversichtlich, das laufende Jahr auf Vorjahresniveau abzuschließen – damit wäre ich zufrieden!“

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