Hahn-Gruppe eröffnet ersten Porsche Pop-up-Store in Deutschland

Neues Konzept in Sindelfinger Kaufhaus

| Autor: Christoph Seyerlein

Bis Ende des Jahres dreht sich im Sindelfinger Pop-up-Store alles um Porsche. Danach kann sich die Hahn-Gruppe vorstellen, auch andere Marken dort zu integrieren.
Bis Ende des Jahres dreht sich im Sindelfinger Pop-up-Store alles um Porsche. Danach kann sich die Hahn-Gruppe vorstellen, auch andere Marken dort zu integrieren. (Bild: Anselm Schreiber)

Die Hahn-Gruppe hat am Mittwoch Porsches ersten Sales-Pop-up-Store in Deutschland in Betrieb genommen. Eine große Eröffnungsparty im Kaufhaus Breuningerland in Sindelfingen verhinderte Corona – so setzte nun ein kleiner Kreis den Startschuss für das neue Konzept.

Auf 170 Quadratmetern will die Handelsgruppe neue Kundengruppen an Porsche heranführen. Zum Vor-Ort-Angebot zählen beispielsweise Beratung, Farb- und Materialproben und die Fahrzeugkonfiguration. Auch Augmented- und Virtual-Reality-Elemente will Hahn zum Einsatz bringen. Wer will, kann in dem Pop-up-Store auch direkt einen neuen oder gebrauchten Porsche kaufen. Im Zentrum steht aus Produktsicht der vollelektrische Taycan. Für ihn gibt es einen eigenen E-Mobility-Bereich.

Steffen Hahn, Geschäftsführender Gesellschafter der Handelsgruppe, sagte am Mittwoch im Rahmen der Eröffnung: „Im Rahmen der Digitalisierung und durch innovative Konzepte, ist es möglich ein umfassendes Leistungsangebot auf kleinstem Raum anzubieten. Wir kommen direkt zu den Kunden – dorthin, wo sie sich im Alltag aufhalten.“

Absatzziele für den Standort verriet die Hahn-Gruppe am Mittwoch nicht. Es gebe zwar eine Planung, gerade aktuell stünden aber erst einmal andere Faktoren im Vordergrund, erklärte Hahn im Gespräch mit »kfz-betrieb«: „In Zeiten von Corona gewinnt es noch einmal mehr an Bedeutung, mit Kunden in Kontakt zu kommen und diese Kontakte zu pflegen.“ Betreut werden die Besucher von Mitarbeitern der Porsche Zentren der Hahn-Gruppe aus Böblingen, Göppingen, Pforzheim, Reutlingen und Schwäbisch Gmünd.

Weitere Hahn-Marken ab 2021

Bis zum Ende des Jahres 2020 wird Hahn im Breuningerland exklusiv Porsche vermarkten. Im Anschluss will die Gruppe aber auch weitere Fabrikate aus dem eigenen Haus integrieren. Zum Hahn-Portfolio zählen neben Porsche noch Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat und Cupra. Mit 35 Betrieben, etwa 2.000 Mitarbeitern und einem Jahresabsatz von zuletzt mehr als 34.000 Fahrzeugen zählt Hahn zu den zehn größten Automobilhandelsunternehmen Deutschlands.

Der Vertrag mit dem Kaufhaus in Sindelfingen gelte für drei Jahre, sagte Steffen Hahn. „Wir werden uns genau ansehen, welche Marken zum Pop-up-Store-Konzept passen“. Auf das Format möchte die Gruppe nach eigenen Angaben mittelfristig auch an weiteren Standorten zurückgreifen.

Medizintechnikanlage soll die Luft von Viren befreien

Um Mitarbeiter und Besucher in Zeiten der Corona-Pandemie bestmöglich zu schützen, hat die Hahn-Gruppe vor der Eröffnung des Pop-up-Stores umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen. Eine Besonderheit ist dabei der Einsatz einer Anlage aus der Medizintechnik, die die Luft von Viren, Bakterien, Keimen und Gerüchen befreien soll. Ansonsten setzt der Betreiber auf bekannte Vorkehrungen wie Desinfektionsmittel, Thekenschutz und Bodenmarkierungen.

Für Porsche ist es der erste Standort in Deutschland, an dem das Retailkonzept namens „Porsche Now“ umgesetzt wird. Dieses hat der Hersteller für hoch-frequentierte Innenstädte und Shopping-Malls konzipiert. Deutschlandchef Alexander Pollich erklärte: „In einer lockeren, urban gestalteten Atmosphäre möchten wir vermehrt Zielgruppen ansprechen, die bisher noch wenig Berührungspunkte mit der Marke Porsche hatten oder den Gang zum klassischen Händler scheuen.“ Sindelfingen ist weltweit der sechste Standort, an dem eine Handelsgruppe einen Porsche-Pop-up-Store betreibt. Zahlreiche weitere sollen folgen, vor allem in Europa und Asien.

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