Hahn-Gruppe erweitert ihre Porsche-Werkstatt in Pforzheim

Autor: Jan Rosenow

900 Quadratmeter mehr Fläche, zehn neue Arbeitsplätze und die Umsetzung der Standards für Elektroautos kennzeichnen die umgebaute Werkstatt des Porsche-Zentrums Pforzheim.

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Für drei Millionen Euro hat die Hahn-Gruppe ihre Porsche-Werkstatt in Pforzheim ertüchtigt.
Für drei Millionen Euro hat die Hahn-Gruppe ihre Porsche-Werkstatt in Pforzheim ertüchtigt.
(Bild: Meyer)

Der Porsche-Fahrzeugbestand ist in den letzten Jahren kräftig gestiegen – da müssen auch die Servicekapazitäten mitwachsen. Die Hahn-Gruppe aus Fellbach bei Stuttgart, mit fünf Porsche-Zentren einer der größten Händler der Sportwagenmarke in Deutschland, investiert deshalb kräftig in ihre Betriebe. Mitte März hat das Unternehmen seine neu gestaltete Porsche-Werkstatt in Pforzheim offiziell eröffnet.

Michael Wiedmann, Geschäftsführer im Porsche-Zentrum Pforzheim, erläutert die Gründe für die Drei-Millionen-Euro-Investition: „Wir haben schon seit Langem an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Jetzt sind wir in der Lage, das große Potenzial, das für die Marke Porsche in Pforzheim steckt, zu verwirklichen. Und nicht zuletzt haben wir unsere Werkstatt ohne Kompromisse auf die Zukunft ausgerichtet, etwa bei der Elektromobilität.“

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Die Werkstattfläche wurde mehr als verdreifacht – von 400 auf 1.300 Quadratmeter – und bietet Raum für zehn neue Arbeitsplätze und eine hochmoderne Ausstattung. So verfügt das Porsche-Zentrum jetzt über zwei Hochvolt-Arbeitsplätze für Reparaturen am Antrieb von E-Fahrzeugen. Diese erfordern die Einhaltung besonderer Sicherheitsstandards und haben damit einen weitaus größeren Platzbedarf. Beispielsweise muss die Hebebühne bündig mit dem Boden abschließen, damit beim Ausbau der Traktionsbatterie ein Gabelstapler Zugang unter das Auto hat. Dafür braucht man zudem seitlich ausreichend Platz.

Batteriequarantäneplatz muss vom Gebäude getrennt sein

Ein weiteres „Muss“ für den Service an elektrischen Autos ist der Batteriequarantäneplatz. Hier werden Unfallwagen abgestellt, bei denen die Gefahr besteht, dass sich der Energiespeicher entzündet. Dementsprechend muss der Platz abgeteilt von der Werkstatt in einem eigenen Baukörper untergebracht werden.

Auch an die „normalen“ Arbeitsplätze haben die Hahn-Manager gedacht: Durch den Umbau ist mehr Bewegungsfreiheit zwischen den einzelnen Stationen und eine bessere Ergonomie entstanden. Außerdem wurde der Ausstellungsraum erweitert, um eine größere Fläche für Serviceberatung und einen modernen Fahrzeugauslieferungsbereich zu schaffen. Die Vergrößerung des Teilelagers war eine weitere notwendige Maßnahme angesichts der gestiegenen Modellvielfalt der Marke.

Und noch eine Baumaßnahme ist für dieses Jahr geplant: Im Herbst sollen drei Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge entstehen. Die Gespräche mit dem Energieversorger laufen bereits. Es wird wohl eine eigene Trafostation nötig sein, um die Ansprüche an eine Porsche-gerechte Ladeleistung zu erfüllen.

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group