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Hersteller und Kunden beurteilen Kaufkriterien unterschiedlich

| Autor: Svenja Gelowicz

Mit Nachdruck arbeitet die Autoindustrie an ihren Zukunftsthemen. Ganz oben steht, welches Kaufmerkmal künftig entscheidend ist. Fragt man Autokäufer sowie Beschäftigte in der Autoindustrie landen verschiedene Kriterien ganz vorne.

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Kompostierbare Batteriematerialien, die frei von Metallen und seltenen Erden sind: Ein Ansatz der Studie „Vision AVTR“ von Daimler in puncto Nachhaltigkeit.
Kompostierbare Batteriematerialien, die frei von Metallen und seltenen Erden sind: Ein Ansatz der Studie „Vision AVTR“ von Daimler in puncto Nachhaltigkeit.
(Bild: Daimler)

Die Elektronikmesse CES im Januar markierte das vorerst letzte Großereignis des Jahres, auf dem Zuschauer einen Blick in die Glaskugel werfen konnten: Wie stellen sich Autobauer wie Daimler oder BMW das Auto der Zukunft vor? Die Stuttgarter setzten mit ihrem Konzeptfahrzeug „Vision AVTR“ dabei vor allem auf Nachhaltigkeit sowie Entertainment und holten sich dafür direkt die Avatar-Macher mit ins Boot.

Gemeinsam mit den Umfrageexperten Civey hat die Zeitschrift »Automobil Industrie« Beschäftigte in der Autoindustrie gefragt, welche Merkmale in 15 Jahren ausschlaggebend sein werden, damit ein Auto zum Verkaufsschlager werden kann. Nachhaltigkeit bewerten dabei nur zehn Prozent der Teilnehmer als Kriterium. Vielmehr standen für diese Personengruppe der Preis, Funktionen für automatisiertes Fahren und der Antrieb ganz vorne.

Umfrage: Welche Merkmale sind Kaufentscheidend?

Interessant dabei: Civey hat die selbe Frage auch Autokäufern gestellt. Die setzen den Antrieb auf Platz eins der Kaufkriterien, gefolgt vom Preis und – Achtung – der Nachhaltigkeit.

Ob es ein futuristisches Konzept wie das von Daimler sein wird, dass man im Jahr 2035 auf den Straßen umherfahren sehen wird, bleibt dennoch abzuwarten. Schließlich setzen auch Start-ups wie Sono Motors ganz auf den Faktor Öko. Interessant ist auch, dass die Kriterien Karosseriedesign und Innenausstattung, die ja bislang als Differenzierungskriterien gelten und von den Herstellern entsprechend herausgestellt werden, in beiden Gruppen als Gründe zur Kaufentscheidung kaum mehr Beachtung finden.

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Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin