GTÜ-Jahrespressekonferenz HU-Statistik zeigt leicht positiven Trend

Autor: Peter Diehl

Laut der Mängelstatistik der Sachverständigenorganisation GTÜ hat sich die Verkehrssicherheit der deutschen Autoflotte im Jahr 2020 leicht verbessert. Die Erkenntnis basiert auf einer steigenden Zahl an HU-Prüfungen der GTÜ-Partner.

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GTÜ-Geschäftsführer Robert Köstler (Sprecher) und Dimitra Theocharidou-Sohns.
GTÜ-Geschäftsführer Robert Köstler (Sprecher) und Dimitra Theocharidou-Sohns.
(Bild: GTÜ)

Die Gesellschaft für technische Überwachung mbH (GTÜ) ist gut durch die Pandemie gekommen und verzeichnet im laufenden Geschäftsjahr eine positive Umsatzentwicklung. Das verdeutlichte die Sachverständigenorganisation während ihrer Jahrespressekonferenz. „Für die Monate Januar bis einschließlich August liegen wir beim Umsatz bereits deutlich über den Vergleichszahlen des identischen Vorjahreszeitraums“, erklärte Robert Köstler, Sprecher der Geschäftsführung. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von rund 475 Millionen Euro erwartet, etwa 9 Prozent mehr als 2020. Im kommenden Jahr will man die 500-Millionen-Euro-Schwelle überschreiten.

Die hauptsächliche Säule dieser Entwicklung ist das hoheitliche Geschäft mit HU, SP und AU. Knapp 100.000 Hauptuntersuchungen mehr als im Vorjahreszeitraum bedeuten eine Marktanteilssteigerung auf 16 Prozent. Geschäftsführerin Dimitra Theocharidou-Sohns stellt klar: „Hinter der positiven Geschäftsentwicklung steht ein erhebliches Engagement aller Partner und Mitarbeiter. Ohne sie wären wir nicht so erfolgreich unterwegs.“

Häufigster Mangel: Scheinwerfereinstellung

Beim Rückblick auf die HU-Statistik 2020 wird ein leicht positiver Trend im Vergleich zu 2019 deutlich: Stetig mehr Pkw sind zum HU-Termin mängelfrei oder weisen lediglich geringe Mängel auf. Im Betrachtungszeitraum waren das über alle Altersbereiche hinweg 65,4 bzw. 14,4 Prozent, während 19,4 Prozent aller Pkw erhebliche Mängel aufwiesen und 0,8 Prozent mit gefährlichen Mängeln verkehrsuntauglich waren. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren 64,3 Prozent der Pkw mängelfrei, 13,7 Prozent mit leichten und 21,1 Prozent mit erheblichen Mängeln behaftet sowie 0,9 Prozent verkehrsuntauglich.

Die Zahl der von der GTÜ ausgeführten Hauptuntersuchungen lag 2020 insgesamt bei etwa 4,5 Millionen, davon waren knapp 3,44 Millionen Pkw.

Als die drei häufigsten Mängel an Pkw nennt die GTÜ-Statistik von 2020 eine zu niedrige Abblendlichteinstellung (81.176 Fahrzeuge), verschlissene Bremsbeläge (64.170 Fahrzeuge) und eine zu hohe Abblendlichteinstellung (62.823 Fahrzeuge). Mangelhafte Bremsscheiben, gebrochene Fahrwerkfedern, ungleichmäßig ziehende Feststellbremsen und Reifen mit zu geringer Profiltiefe sind weitere häufig bemängelte Punkte.

Die detaillierte Mängelstatistik dient als Grundlage des GTÜ-Gebrauchtwagenreports, dessen aktuelle Ausgabe bereits das kommende Jahr im Namen trägt und im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Die Spitzenreiter des Gebrauchtwagenreports 2022 enthält die folgende Tabelle (zum Vergrößern bitte anklicken).

Die Besten ihrer Fahrzeugklassen des GTÜ-Gebrauchtwagenreports 2022 (zum Vergrößern bitte klicken).
Die Besten ihrer Fahrzeugklassen des GTÜ-Gebrauchtwagenreports 2022 (zum Vergrößern bitte klicken).
(Bild: GTÜ)

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Über den Autor

 Peter Diehl

Peter Diehl

Fachredakteur Automobiltechnik und -reparatur, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG