IAA 2019: Rheinmetall setzt auf E-Mobilität

Rheinmetall zeigt auf der Autoschau neue E-Antriebe und Effizienztechnologien

| Autor: Edgar Schmidt

Bei Rheinmetall Automotive spielt Elektromobilität auf der IAA eine große Rolle.
Bei Rheinmetall Automotive spielt Elektromobilität auf der IAA eine große Rolle. (Bild: Rheinmetall)

Unter dem Motto „E3“, das für Emissions, Efficiency und Electrification steht, zeigt Rheinmetall Automotive auf der IAA im September neue Systeme und Produkte für effiziente und emissionsarme Verbrennungsmotoren, Elektrofahrzeuge sowie Hybride. Dabei geht der Zulieferer auch darauf ein, wie er sich künftig auf eine abnehmende Bedeutung der Verbrennungsmotoren einstellt. Zum Beispiel mit einem durchaus beeindruckenden 48-Volt-Pedelecantrieb. Herzstück dieses Systems ist eine Antriebseinheit aus Elektromotor, Übersetzungsgetriebe, Steuerungselektronik, Drehmomentsensor und Tretlager sowie der Akku. Die feinfühlig geregelte Antriebseinheit entwickelt ein maximales Drehmoment von 80 Nm und soll 2022 auf den Markt kommen.

Auch für zweispurige E-Fahrzeuge hat Rheinmetall inzwischen Antriebskomponenten im Programm. Auf der IAA stellt das Unternehmen einen 48-Volt-Antrieb für kleine Nutzfahrzeuge und Kleinfahrzeuge sowie Hochvoltfahrantriebe vor. Systeme zum Thermomanagement in elektrischen Fahrzeugen und Systeme für moderne Brennstoffzellenantriebe runden das Programm ab.

Weniger Reibung

Doch auch für die Verbrennerfraktion bietet Rheinmetall Neuheiten. So präsentiert die Division Mechatronics mit der Marke Pierburg, wie sich die Nebenantriebe intelligent elektrifizieren lassen. Beispielsweise böten Vakuumpumpen ein breites Leistungsspektrum, heißt es in einer Unternehmensmitteilung: Sie könnten sowohl zur Kühlung klassischer Verbrennungsmotoren als auch – in angepasster Version – bei Fuel Cell Stacks von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle eingesetzt werden. Neu sind auch Pumpen zur Reduktion der Kraftstoffdampfemission.

Die Unternehmensdivision Hardparts mit der Marke Kolbenschmidt hat schließlich besonders reibungsarme Konzepte für moderne Leichtbaukolben entwickelt. Das Unternehmen gewährt beispielsweise Einblick in das neue Kolben-Leichtbau-Konzept Liteks-5 für Ottomotoren. Zu den technischen Neuheiten zählen außerdem spezielle Polymerlagerwerkstoffe, die an die verschärften Mischreibungsbedingungen der Hybridisierung und den vermehrten Einsatz niedrigviskoser Öle angepasst sind, sowie ein wartungsfreies Gleitlager, das Hafteffekte und die damit verbundenen Geräusche erheblich mindert.

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