Zukunftswerkstatt Im Spätsommer soll die Zukunft starten

Autor Jan Rosenow

Die Bauphase der „Zukunftswerkstatt 4.0“ hat am 26. Mai begonnen. In Esslingen entsteht auf 450 Quadratmetern ein Versuchslabor und Innovationsschaufenster für den Fahrzeugservice.

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Die Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut, sowie viele Vertreter der Partner der Zukunftswerkstatt feiern den Beginn der Bauphase.
Die Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut, sowie viele Vertreter der Partner der Zukunftswerkstatt feiern den Beginn der Bauphase.
(Bild: IFA)

Dass die Reparatur von Automobilen ein systemkritisches Gewerk ist, hat die Coronakrise nun endgültig bewiesen. Und so war es bezeichnend, dass keine Geringere als die Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut, am 26. Mai 2021 den Bau der Zukunftswerkstatt 4.0 symbolisch startete – gemeinsam mit Vertretern der Gesellschafter HfWU (Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen), DAT (Deutsche Automobiltreuhand) und IfA (Institut für Automobilwirtschaft) sowie mit strategischen Partnern. In den nächsten vier Monaten wird das Gebäude auf dem Gelände der Busworld in Esslingen umfangreich umgebaut und modernisiert.

Dazu werden die Strukturen eines Autohausbetriebs auf über 450 Quadratmetern realitätsgetreu und praxistauglich nachgebildet. Ziel ist es, die Branchenakteure entlang der Customer Journey im Sales und Aftersales mit Technologien und Systemen von morgen zu konfrontieren. Dazu stehen zwei voll ausgestattete Werkstattarbeitsplätze sowie multifunktionale Räume für Trainings, Versuchsaufbauten und Seminare zur Verfügung. Über 70 Unternehmen und Institutionen zählen bereits zum Partnernetzwerk der Zukunftswerkstatt 4.0, darunter die DAT, Audi, Daimler, Porsche, LKQ Europe, T-Systems und der TÜV Süd. Die Eröffnung ist für den Spätsommer geplant.

Nicole Hoffmeister-Kraut sagte anlässlich des ersten Spatenstichs: „Mit der Zukunftswerkstatt 4.0 schaffen wir für die vielen Kfz-Betriebe im Land eine zentrale und praxisorientierte Anlaufstelle rund um die Themen Elektromobilität und Digitalisierung. Sie wird Innovationsschaufenster, Schulungszentrum und Testlabor für die Technologien, Prozesse und Geschäftsmodelle von morgen und übermorgen sein. Der Technologiewandel wirkt sich auf die gesamte automobilwirtschaftliche Wertschöpfungskette aus. Digitale Informations- und Kommunikationsmedien in der Kundeninteraktion, neue Technologien in der Produktpräsentation, sinkende Umsatzgrößen im Werkstattbereich durch die Elektromobilität, aber auch neue Wertschöpfungspotenziale durch das Connected Car sind nur wenige Beispiele für den hohen Veränderungsdruck.“

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