Suchen

Innung Daun-Prüm: Obermeisterwechsel in der Eifel

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Ende einer Ära: Die Mitglieder der Kfz-Innung Daun-Prüm haben einen neuen Obermeister gewählt. Stefan Brodel folgt auf Heinz-Josef Wirfs, der elf Jahre im Amt war.

Firmen zum Thema

Neuer Obermeister der Kfz-Innung Daun-Prüm: Stefan Brodel.
Neuer Obermeister der Kfz-Innung Daun-Prüm: Stefan Brodel.
(Bild: Holger Zietz/»kfz-betrieb«)

Die Kfz-Innung Daun-Prüm hat eine neue Spitze. Auf der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder einstimmig Stefan Brodel zum neuen Obermeister. Er übernimmt die Aufgaben von Heinz-Josef Wirfs, der elf Jahre das Amt innehatte und nun nicht mehr antrat. Insgesamt engagierte sich Wirfs mehr als drei Jahrzehnte für das Kfz-Gewerbe.

„Von den 33 Jahren möchte ich keine Minute missen“, beteuerte der scheidende Obermeister. Er forderte die Teilnehmer auf, sich stärker in der Verbandsorganisation einzubringen. „Setzt euch ehrenamtlich ein für das Gewerbe – es lohnt sich und macht auch noch Spaß“, so Wirfs. Für seine Verdienste hat ihn der Zentralverband mit der ZDK-Ehrennadel ausgezeichnet.

Obermeisterwechsel: (v. li.) Raimund Licht (Kreishandwerksmeister MEHR), scheidender Obermeister Heinz-Josef Wirfs und neuer Obermeister Stefan Brodel (beide Kfz-Innung Daun-Prüm) sowie Dirk Kleis (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MEHR).
Obermeisterwechsel: (v. li.) Raimund Licht (Kreishandwerksmeister MEHR), scheidender Obermeister Heinz-Josef Wirfs und neuer Obermeister Stefan Brodel (beide Kfz-Innung Daun-Prüm) sowie Dirk Kleis (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MEHR).
(Bild: Holger Zietz/»kfz-betrieb«)

In Wirfs Zeit als Obermeister fielen zahlreiche Entwicklungen in der Branche und in der Region. Dazu gehört auch die Fusion der beiden Landesverbände Rheinland und Pfalz.

Auch die Ausbildung änderte sich in dieser Zeit. Der Vorstand der Innung arbeitet seit Jahren mit Nachdruck für den Erhalt der beiden Berufsschulstandorte in Gerolstein und Prüm. Die Infrastruktur in der Eifel sei kaum dafür geeignet, lange Wege zur Schule zu überbrücken, betonte Wirfs. „Wer weit entfernt zur Schule muss, der sucht sich auch dort seinen Arbeitsplatz.“

Fokus auf Ausbildung

Auch der neue Obermeister will einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf die Ausbildung legen. „Guter Unterricht ist wichtig für eine qualifizierte Ausbildung“, betonte Brodel. Die 71 Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innung bilden derzeit rund 84 Azubis zu Kfz-Mechatronikern aus.

Die Innung sieht seit Langem auch bei der überbetrieblichen Ausbildung genau hin. Nach jedem Kurs wird ein Feedbackbogen von den Azubis ausgefüllt. „Wir bezahlen Geld für die Ausbildung außer Haus, dann muss sich der Aufwand auch lohnen“, so Wirfs.

Um in Zukunft qualifizierte Bewerber für die Kfz-Ausbildung zu finden, gehen Betriebe zu Berufsbildungsveranstaltungen direkt in die Schulen und stellen sich und ihre Berufe vor. Die Kreishandwerkerschaft arbeitet bereits an Informationsveranstaltungen, bei denen sich ausschließlich Handwerksbetriebe präsentieren, um aus dem Schatten großer Industriebetriebe zu treten.

(ID:46319498)

Über den Autor