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Internationalisierung von Lada schreitet voran

| Autor: Andreas Grimm

Die Absatzzahlen von Lada sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, in den Exportmärkten noch deutlich stärker als in Russland selbst. In Deutschland war von der Entwicklung allerdings wenig zu spüren.

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In Russland sind Lada-Zentren große und moderne automobile Einkaufstempel.
In Russland sind Lada-Zentren große und moderne automobile Einkaufstempel.
(Bild: Avtovaz)

Der Autobauer Lada hat sich im vergangenen Jahr weiter stabilisiert. Wie das Unternehmen mitteilte, sind die Neuwagenverkäufe des zur Renault-Nissan-Allianz gehörenden Herstellers sowohl im Inland als auch im Ausland gestiegen. Zugleich kommt Lada mit der Erneuerung der Vertriebsstrukturen voran.

Auf dem heimischen Markt in Russland hat Lada die Position als Marktführer verteidigt. 360.204 Neuwagenverkäufe bedeuten ein Absatzplus von 16 Prozent im Vergleich zur Jahr 2017. Der Gesamtmarkt legte dagegen nur um 12,8 Prozent zu. Allerdings hat der Konkurrent Kia, das zweitstärkste Fabrikat in Russland, noch stärker zugelegt (+25 % auf 227.600 Neuwagen).

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Die Entwicklung wird befördert durch die neuen Modelle der Russen. Von den vier Lada-Modellen, die in den Top 10 des Verkaufsrankings gelandet sind, sind drei neuere Entwicklungen. An der Spitze liegt die Vesta-Familie mit gut 108.000 Verkäufen (+40 %). Auf dem zweiten Platz liegt der eher altbackene, aber im Design aufgefrischte Lada Granta (106.000 Verkäufe), gefolgt vom Lada Largus, einem Dacia-Logan-Klon (53.700) und dem SUV Lada X-Ray (34.800).

Vertrieben wird die erneuerte Modellpalette durch ein umstrukturiertes Händlernetz mit 288 Vertriebs- und Servicecentern. 2018 wurden 16 neue Showrooms eröffnet und 150 Zentren auf die aktuelle Lada-CI umgestellt. Zudem investierte Lada weiter in die Fahrzeugfinanzierung. Im vergangenen Jahr wurden 35 Prozent der Neuwagen finanziert. Im Aftersales legte der Umsatz um 7 Prozent zu.

Gleichzeitig schreitet die Internationalisierung des Autobauers voran. Lada-Fahrzeuge werden inzwischen in 34 Ländern außerhalb Russlands vertrieben. Die Stückzahlen sind dabei allerdings zum Teil sehr gering. Insgesamt gingen 38.052 Lada-Fahrzeuge in den Export. Das ist laut Herstellerangaben aber immerhin eine Steigerung um 57 Prozent.

In Deutschland verkaufte Lada 2018 laut Kraftfahrt-Bundesamt 2.545 Neufahrzeuge. Das waren allerdings 4 Prozent weniger als im Jahr 2017. Hierzulande kommt der Absatz des Kompaktklasse-Fahrzeugs Vesta, sonst der Top-Seller im Konzern, mit noch nicht einmal 500 Einheiten einfach nicht vom Fleck, während sich der Verkauf des Offroad-Klassikers Niva wegen begrenzter Stückzahlen nicht weiter ausbauen lässt.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«