Inzahlungnahme-Funktion erweitert Mercedes-Online-Store

Daimler-Plattformen jetzt mit Inzahlungnahme-Rechner

| Autor: Dominik Faust

Mittlerweile sind 20 Prozent der Gebrauchten im Daimler-Online-Store online bestellbar. Wer sich registriert und ein Fahrzeug online bestellen will, kann jetzt auch eine Inzahlungnahmefunktion nutzen.
Mittlerweile sind 20 Prozent der Gebrauchten im Daimler-Online-Store online bestellbar. Wer sich registriert und ein Fahrzeug online bestellen will, kann jetzt auch eine Inzahlungnahmefunktion nutzen. (Bild: Screenshot: Daimler AG)

Mercedes-Benz hat als erster Automobilhersteller seine Online-Stores für Neu- und Gebrauchtwagen um die Funktion der Inzahlungnahme erweitert. Registrierte Nutzer können während des Bestellvorgangs den Wert ihres alten Fahrzeugs einfach und bequem am Bildschirm schätzen lassen. Der unverbindliche Orientierungswert wird über die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) ermittelt.

Das System leitet diesen dann an den Mercedes-Benz-Partner weiter, bei dem der Kunde sein neues Fahrzeug kaufen möchte. Dieser begutachtet das Fahrzeug und legt dann den finalen Ankaufswert fest. „Nun können Interessenten noch präziser kalkulieren, wenn sie ihr Auto bei uns online bestellen“, erläutert Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland, den Sinn der Neuerung.

Mit den Online-Stores will Mercedes-Benz verstärkt junge und medienaffine Kundengruppen ansprechen. Den Gebrauchtwagenstore selbst startete Daimler im Juni 2017 zunächst geräuschlos. Erst drei Monate später, auf der IAA in Frankfurt, präsentierte der Hersteller seinen neuen Shop ganz offiziell. Im ersten Jahr stellten aber nur wenige Händler ihre Fahrzeuge ein. So kam es, dass von den rund 45.000 Fahrzeugen, die auf der Gebrauchtwagen-Webseite präsentiert wurden, lange Zeit nur zehn Prozent online bestellbar waren. Im April dieses Jahres waren zehn Mercedes-Benz-Partnerbetriebe sowie alle Niederlassungen angeschlossen.

Nach Angaben von Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) sollten bis Mitte des Jahres gut 30 Partner angebunden sein. MBVD und der Verband der Mercedes-Benz-Vertreter (VVMB) wollen zügig so viele Partner wie möglich an den Gebrauchtfahrzeug-Online-Store anschließen. Mittlerweile können rund 20 Prozent des Bestandes online bestellt werden. Zahlungsoptionen sind allerdings auch weiterhin nur Barkauf, Finanzierung und Leasing.

Beim Thema Trade-in hinken die Hersteller allesamt Start-ups wie Auto1 (wirkaufendeinauto.de) um Jahre hinterher. Diese haben schon vor langer Zeit erkannt, welches Potenzial in solchen Plattformen steckt. Auch manche Händler wollten nicht auf Lösungen ihrer Hersteller warten und haben selbst Initiative ergriffen, wie etwa das Autohaus Tölke & Fischer mit dem Autohelden. Andere Händler haben längst entsprechende Software-Tools in ihre Webseiten integriert, wie etwa das Autohaus Riller & Schnauck den Autouncle. Weitere Anbieter von Inzahlungnahme-Rechnern sind die BDK, Motorverkauf von Mobile.de oder Easycarsale von Autoscout 24.

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