Jaguar F-Type SVR: Mit 575 PS in die Kurve

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Die Jaguar-interne Abteilung „Special Vehicle Operations“ hat wieder zugeschlagen und den F-Type nochmals aufgerüstet. Neben einem PS-Plus gibt es exklusive Detailveränderungen.

Jaguar hat den F-Type zum „SVR“ verschärft.
Jaguar hat den F-Type zum „SVR“ verschärft.
(Bild: Jaguar)

Eine lahme Ente ist Jaguars F-Type schon von Haus aus nicht – und erst recht nicht, wenn man die R-Version ordert. Dann vergreifen sich 405 kW/550 PS an der Hinterachse und schieben das schicke Coupé (respektive Cabrio) schneller auf Tempo, als mancher Verkehrsteilnehmer gucken kann. Aber wenn genug mal wieder nicht genug ist, dann muss die Abteilung „Special Vehicle Operations“ gerufen werden.

Jene räumlich vom Jaguar-Hauptquartier getrennte Abteilung legt gerne noch einmal etwas Brennholz zusätzlich unter die Haube der Kätzchen. Deren Fahrzeuge tragen dann das Badge „SVR“ und strotzen vor Kraft – 423 kW/575 PS sind es im Falle des F-Type SVR zum Preis von 138.400 Euro. Gegen 7.000 Euro Aufpreis fährt man den Kraftprotz oben ohne. Im Handel ist er bereits.

Ob man 25 Zusatzpferdchen für den aktiven Fahrspaß-Plus braucht oder nicht, dürfte weniger eine Rolle spielen – mehr schon die Psychologie, einfach das Topmodell zu fahren. Und ohne Frage haben die Jaguar-Jungs das Modell klar kenntlich gemacht, nicht zuletzt auch deshalb, weil diese Raubkatze ein paar Features haben muss, um ein bisschen länger höheren Belastungen standzuhalten und natürlich auch, um das letzte Quäntchen Performance heraus zu kitzeln.

Mehr Schlitz im Frontspoiler bedeutet auch mehr Lufteinlass – also gibt es mehr Kühlung. Wenn Rennstrecke oder einsame Landstraße also für einen ganzen Tag zum erklärten Bolzplatz fürs Auto avancieren, dann wird das zumindest keine thermischen Probleme nach sich ziehen. Und der (abbestellbare) Spoiler beschert den SVR-Kandidaten eine Aufhebung der Vmax. Das Coupé bekommt 322 km/h in die Papiere eingetragen, das Cabrio immerhin 314 Sachen. Damit rangiert man endlich auf Augenhöhe mit den schnellsten Produkten aus dem Volkswagen-Konzern. Gefällt die Optik nicht, wird man analog zu den R-Varianten wiederum auf 300 km/h zwangsgebremst.

Titan für den Auspuff

Dass bei einem Hochkaräter mit der Extraportion Leistung auch noch ein paar exklusive Detailveränderungen angesagt sind, versteht sich ja eigentlich von selbst. So holten die Techniker noch einmal 16 kg bei der Auspuffanlage heraus – Titan macht es möglich. Schließlich möchte der Kunde für rund 25.000 Euro Mehrpreis ja auch etwas geboten bekommen. Power satt ist jedenfalls vorhanden, hier sollten keine Klagen aufkommen.

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