Erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich im Segment der Premiummarken Mercedes und BMW. Beide Marken erhielten deutlich mehr Zustimmung von ihrer Händlerschaft, wobei Mercedes mit dem Durchschnittswert von 2,39 noch besser abschnitt als BMW (2,41). Die Stuttgarter punkteten in der Vertriebspolitik und im Aftersales, vor allem aber im Gebrauchtwagengeschäft. Hier dürfte sich die Restwertabsicherung der Leasing-Rückläufer durch den Hersteller niedergeschlagen haben. Deutlich zurückgefallen ist dagegen die Marke Audi (-0,09), deren Händler vor allem das Margen- und Bonussystem kritisierten.
Im Feld der großen Importfabrikate hat sich Skoda mit einem leichten Plus endgültig an der Spitze der Händlerzufriedenheit (Note: 2,52) festgesetzt. Verfolger Toyota fällt wegen der Modellpolitik dagegen etwas ab, ebenso das drittplatzierte Fabrikat Hyundai nach dem Verkaufsloch als Folge der Umweltprämie. Auffällig ist in dieser Gruppe der Aufstieg von Mazda (+ 0,14), Fiat (+0,18) und Nissan (+0,10). Die befragten Händler dieser Fabrikate gaben als Gründe die bessere Zusammenarbeit mit dem Importeur und dessen Unterstützung im Aftersales als Gründe an.
Während Skoda-Händlerverbandschef Thomas Peckruhn auf das partnerschaftliche Verhältnis mit dem Importeur verwies, scheint es genau daran bei den französischen Marken zu mangeln: Die Renault-Händler fordern eine bessere Behandlung durch ihren Importeur, die Peugeot-Händler äußerten sich in allen 28 abgefragten Punkten unzufriedener und die Citroën-Partner sind mit der Netz- und Vertriebspolitik höchst unzufrieden.
Stabilität bei den kleinen Fabrikaten
Entspannter ist die Situation der kleine Importfabrikate: Subaru liegt wie in den Jahren zuvor auf Platz eins mit gleichbleibenden Zufriedenheitswerten (Note 2,19). Auf Platz zwei schiebt sich als Aufsteiger des Jahres Mitsubishi von Platz fünf vor (Notenschnitt plus 0,20). Das Fabrikat erzielte fast durchgängig höhere Zufriedenheitswerte. Eingetrübt hat sich in dieser Gruppe die Stimmung der Honda- und Chrsysler-Händler: Honda verliert in allen Bereichen, bei Chrsysler spielt die unsichere Zukunft unter dem Label Lancia eine große Rolle.
Bei den Nischenfabrikaten führt Jaguar (2,04) erneut vor Porsche (2,33), wobei die Zufriedenheit bei beiden Fabrikaten steigt. Dagegen sinkt die Zufriedenheit mit Mini (-0,12), Lexus (-0,07), Land Rover (-0,05) und Smart (-0,07) teils deutlich. Jaguar punktet in der Vertriebspolitik. Der Importeur bezieht seine Händler in Entscheidungen ein, der Kontakt zu den Ansprechpartnern hat einen persönlichen Charakter.
Überraschend ist dagegen der Rückgang der Zufriedenheit bei Land Rover trotz der guten Entwicklung im Jahr 2010. Händlerpräsident Hanns-Jörg Riehm-Peters führt dies auf die mangelnde der Produktverfügbarkeit zurück.
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