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Jaguar führt den Markenmonitor an

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Gerd Steiler

Jaguar und Subaru haben die zufriedensten Händler. Die britische Marke festigte ihre Spitzenstellung mit einer deutlichen Steigerung der Zufriedenheitswerte. Bei den breiter aufgestellten Marken sprang Mercedes an die Spitze.

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Präsentierte den Schwacke Markenmonitor 2011 in Frankfurt: Ifa-Chef Prof. Willi Diez, Leiter der wissenschaftlichen Erhebung
Präsentierte den Schwacke Markenmonitor 2011 in Frankfurt: Ifa-Chef Prof. Willi Diez, Leiter der wissenschaftlichen Erhebung
( Archiv: Vogel Business Media )

Mercedes erreicht laut dem Schwacke-Markenmonitor 2011 derzeit die höchste Händlerzufriedenheit unter den volumenstarken Marken. Mit einem deutlichen Sprung in der Zustimmung der Händler von der Durchschnittsnote 2,51 auf 2,39 ließ die Marke Vorjahressieger Audi hinter sich. Die höchste Gesamtzufriedenheit erreichten allerdings die Nischenmarken Jaguar und Subaru mit Gesamtwerten von 2,04 bzw. 2,19. Insgesamt hielten sich die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr in Grenzen. Sieger der klassischen Volumenmarken wurde einmal mehr Opel vor Volkswagen und Ford.

Dennoch machte Prof. Willi Diez, Leiter des IFA-Instituts in Geislingen, das die wissenschaftliche Untersuchung durchführte, einen Entwicklungstrend fest: Bei jenen Marken, deren Händlerzufriedenheit steigt, sei festzustellen, dass sich das Verhältnisses zwischen den Händlern und dem Hersteller bzw. Importeur verbessert hat. „Es scheint, dass beide Seiten mehr aufeinander zugehen und in der Folge gemeinsam erfolgreicher sind“, sagte Diez während der Vorstellung des Markenmonitors in Frankfurt.

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Im Vergleich zum letzten Markenmonitor ist die Gesamtzufriedenheit über alle Marken hinweg nur leicht von 2,77 auf 2,78 zurückgegangen – trotz der stark gesunkenen Neuzulassungszahlen. Steigende Zufriedenheitswerte verzeichneten die IFA-Forscher vor allem in den Geschäftsfeldern Gebrauchtwagengeschäft (+0,05), Produkt und Marke (+0,03) sowie Aftersales (+0,03). Dagegen sorgten die Vertriebspolitik (-0,03) und die Netzpolitik (-0,04)) für mehr Verärgerung als in der vorangegangenen Erhebung. Der Markenmonitor basiert in diesem Jahr auf 1.022 telefonischen Interviews, die zwischen Mitte Januar und Mitte Februar durchgeführt wurden. Herausgefallen ist in diesem Jahr die Marke Daihatsu, da sich deren Händler nach der Rückzugsankündigung zu objektiven Angaben nicht in der Lage sahen.

Mit der Rendite sinkt die Zufriedenheit

Markenübergreifend zeigt der Markenmonitor 2011 eine sinkende Gesamtzufriedheit mit der Umsatzrendite. Deren Durchschnittsnote gab von 2,81 im Vorjahr auf jetzt 2,88 nach. Allerdings liegt diese Entwicklung im Gleichklang mit der tatsächlich erreichten durchschnittlichen Umsatzrendite der Branche. Sie ist von 1,2 Prozent im Jahr 2009 auf 1,1 Prozent im vergangenen Jahr gefallen.

Als Top-Fünf-Aufsteiger in der Gesamtzufriedenheit ermittelte der Markenmonitor die Fabrikate Mitsubishi (+0,20), Fiat (+0,18), Mazda (+0,14), Chevrolet (+ 0,13) und Jaguar (+0,12). Generell wünschen sich die Händler von den Herstellern und Importeuren vor allem einen Ausbau der Modellpalette sowie ein besseres Margen- und Bonussystem. Weiterhin mahnen sie eine zielgerichtete Werbung, mehr Aktionen zur Verkaufsförderung und mehr Partnerschaftlichkeit an.

In der Kategorie der deutschen Volumenhersteller erreichte erneut Opel mit der Note 2,60 die größte Händlerzufriedenheit. Die Opel-Partner stellten ihrem Fabrikat ein um 0,12 Punkte verbessertes Durchschnittszeugnis aus. Knapp dahinter und mit dem gleichen Zufriedenheitssprung liegt VW (2,62) vor Ford (2,62 /+0,06). Laut den Interviewergebnissen sind die Modellpolitik und der Aftersales die wichtigsten Zufriedenheitstreiber bei Opel.

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