Junior Award: Das Leben ist eine Challenge

Carlo Jesse sieht sich jeder Herausforderung gewachsen

25.09.2009 | Autor: Silvia Lulei

Carlo Jesse: „Als freier Unternehmer muss man sich alles selbst erarbeiten.“ Fotos: Lulei
Carlo Jesse: „Als freier Unternehmer muss man sich alles selbst erarbeiten.“ Fotos: Lulei

„Mich beeindrucken Menschen, die wissen, was sie wollen.“ Carlo Jesse ist begeistert davon, wie hartnäckig seine angehende Automobilkauffrau sich um die Ausbildung bei Auto Jesse bemüht hat – und gibt damit auch viel über sich preis. Der junge Unternehmer strebt selbst nach hohen Zielen.

Dafür spricht seine internationale Ausbildung an Top-Universitäten in England und den Niederlanden. Dafür spricht auch sein ambitionierter beruflicher Werdegang. Nach der Ausbildung zum Kfz-Elektriker und Servicetechniker im väterlichen Betrieb schloss er eine kaufmännische Ausbildung in der Mercedes-Benz-Niederlassung Bremen an. Es folgte ein Traineeprogramm zum Nachwuchsverkäufer in der Hamburger Mercedes-Benz-Niederlassung.

2001 war er mit 24 Jahren der jüngste Mercedes-Benz-Lkw-Neuwagenverkäufer einer Niederlassung in der Geschichte der Daimler AG. Schließlich gründete er noch während des Studiums in Rotterdam sein eigenes Autohaus in direkter Nachbarschaft zum väterlichen Betrieb, weil er sich „nicht ins gemachte Nest setzen wollte“.

Nach hohen Zielen strebt Jesse auch im Sport. Er gehörte zwei Jahre der Basketball-Jugendnationalmannschaft an und trainiert heute täglich mindestens eine Stunde für sein Hobby Triathlon.

Jeder Herausforderung gewachsen

„Ich fühle mich jeder Herausforderung gewachsen“, bekennt Jesse. Doch trotz allem Tatendrang und der unverkennbaren Freude am Risiko handelt er nicht unüberlegt und waghalsig. Er nutzt seine Stärken, um sein Unternehmen solide und zukunftsfähig zu entwickeln.

Auto Jesse ist ein Mehrmarkenautohaus mit Werkstatt, die einen Peugeot-Servicevertrag hat sowie dem Bosch-Car-Service-Netz angehört. Das Unternehmen beschäftigt 14 Mitarbeiter, davon acht im Service. Bis vor Kurzem führten Vater und Sohn ihre Betriebe eigenständig nebeneinander.

Das lag nicht nur daran, dass Senior Manfred Jesse mit ganzem Herzen ein Werkstattmann ist und Sohn Carlo eher der Vertriebsmensch. „Mein Vater hat sein Unternehmen extrem erfolgreich geführt“, erkennt Carlo Jesse die Leistung des Seniors an. Allerdings tat er das intuitiv, mit extremem persönlichen Einsatz und Dauerpräsenz im Unternehmen. Das hatte messbare Vorteile bei der Kundenorientierung, doch es führte auch zu Konfliktsituationen. Und es war nicht die Art von Management, die Carlo sich vorstellte.

Erste Alleingänge im Autohandel

Daher entschied er sich zunächst für einen unternehmerischen Alleingang. Er hatte während des Studiums in Rotterdam viele Unternehmensgründer kennen gelernt und war beeindruckt von deren Erfolgsgeschichten. Sie lösten in ihm den Wunsch aus, selbst ein Unternehmen aufzubauen. In der Endphase seines Studiums startete er Mitte 2006 nach einer soliden Marktrecherche mit dem Autohaus Carlo Jesse. Sein Vater verkaufte bis dato rund 60 Fahrzeuge pro Jahr. Er selbst setzte bis zum Jahresende 100 Autos ab.

Carlo Jesse erledigte alle Aufgaben selbst, gönnte sich gerade mal eine Bürokraft und einen Fahrer, der auch die Autozulassung erledigte. Schon nach wenigen Monaten war ihm klar, dass sein Geschäft drohte, bei 100 bis 150 Einheiten zu stagnieren, wenn er sich nicht besser organisierte. Auf der Suche nach einem Dienstleister, der ihm den Arbeitsalltag erleichtern würde, stieß er durch einen Artikel in »kfz-betrieb« auf die Einkaufsgenossenschaft Automobile (EGA).

Im ersten Halbjahr 2007 stellte er die Fahrzeugverwaltung auf EGA-Net um. Seither kann er mit nur einem EDV-System Fahrzeuge handeln, Bestände verwalten, Marketingaktionen planen und sein Unternehmen steuern.

Im kommenden Jahr verdoppete Jesse den Absatz ...

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