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Kartellklage in den USA gegen Volkswagen

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Mit dem Zulieferer Prevent ist der Volkswagenkonzern schon länger über Kreuz. Nun heizt Prevent den Schlagabtausch neu an und verlangt Hunderte Millionen Dollar Schadenersatz. VW habe gezielt Übernahmen verhindert.

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(Bild: Volkswagen)

Eine Millionenklage in den USA facht den seit Langem schwelenden Streit zwischen Volkswagen und dem Zulieferer Prevent einmal mehr an. Prevent wirft dem Autobauer unter anderem Verstöße gegen das Kartellrecht vor und verlangt 750 Millionen US-Dollar Schadenersatz (rund 678 Mio. Euro). VW habe mit wettbewerbswidrigen Maßnahmen verhindert, dass kleinere Zulieferbetriebe in den USA von größeren wie Prevent übernommen werden, hieß es in einer Mitteilung zu der bereits am Montag an einem Bundesgericht im US-Staat Michigan eingereichten Klage.

In der Klage vor dem US-Gericht heißt es, Volkswagen habe eine Kampagne verfolgt, um Übernahmen kleiner Firmen zu verhindern. Unter anderem soll VW sie verpflichtet haben, ihr Geschäft nicht an Prevent zu verkaufen und Kaufangebote anderer Firmen zu melden. Mit diesem Vorgehen seien allein in Michigan mehrere Übernahmen durch Prevent verhindert worden. Ziel des Konzerns sei es, die Firmen klein und seine eigene Marktmacht möglichst groß zu halten. Volkswagen wies die Vorwürfe am Dienstag zurück.

„Die Klage entbehrt aus unserer Sicht jeglicher Grundlage“, teilte VW auf Anfrage mit. Man werde sich mit allen gerichtlichen Mitteln dagegen zur Wehr setzen. „Aus unserer Sicht haben nicht wir Prevent Schäden zugefügt, sondern Prevent uns. Diese werden wir geltend machen“, hieß es. Infolge unrechtmäßiger Lieferstopps habe VW die Zusammenarbeit mit Prevent beendet. „In mehreren deutschen Gerichtsverfahren wurden die Klagen von der Prevent-Gruppe bereits in erster und zweiter Instanz abgelehnt“, betonte VW.

Die Prevent-Gruppe gehört der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor und hat sich in den vergangenen Jahren mit VW immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten – auch vor Gericht. Mehrfach standen in Wolfsburg die Bänder still, weil Prevent-Firmen mit Lieferstopps Preiserhöhungen durchsetzen wollten. VW reagierte mit Kündigungen der Lieferverträge. Auch mit Daimler liegt Prevent immer noch im Clinch.

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