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»kfz-betrieb« Auto-Check: Jaguar F-Pace 3.0d AWD

Autor: Wolfgang Michel

In dem von Fiat-Gründer Giovanni Agnelli Senior Anfang der Dreißigerjahre ins Leben gerufenen Skiort Sestriere schaut niemand grimmig auf ein SUV. Für Italiener bietet der Jaguar F-Pace maximal einen einzigen Grund sauer zu sein – der heißt aber nicht Dieselmotor.

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Für das Jahr 2019 weist die Neuzulassungsstatistik für den Jaguar F-Pace 2.221 Einheiten aus. Davon waren 1.529 mit einem Dieselmotor und 2.050 mit Allradantrieb ausgestattet.
Für das Jahr 2019 weist die Neuzulassungsstatistik für den Jaguar F-Pace 2.221 Einheiten aus. Davon waren 1.529 mit einem Dieselmotor und 2.050 mit Allradantrieb ausgestattet.
(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Was hat ein Jaguar F-Pace mit einem Alfa Romeo Stelvio in Deutschland gemein? Bei beiden Fahrzeugen handelt es sich um ein SUV; zudem spielten sie mit 2.221 bzw. 2.164 Einheiten hierzulande im vergangenen Jahr in derselben Neuzulassungsliga. Alles andere ist eine Geschmacks- und Preisfrage.

Verlagert man dieselbe Frage ins italienische Sestriere, braucht man für die Antwort keine Neuzulassungsstatistik zu bemühen. Die Antwort fährt einem auf der Straße entgegen: Hier gehört der Alfa Stelvio zum alltäglichen Straßenbild. Hier ist der Jaguar F-Pace der Exot, umso mehr zieht das Fahrzeug neugierige Blicke auf sich. In Italien schüttelt niemand den Kopf über ein SUV. Auch der Dieselantrieb steht nicht zur Debatte. Klar sammelt man beim Italiener mehr Pluspunkte, wenn das Auto ein Alfa-Romeo- oder Jeep-Logo aus dem Fiat-Chrysler-Konzern trägt. Aber die aufmerksamen Blicke der designverliebten Italiener in Richtung F-Pace zeigen, dass Jaguar bei diesem Auto in Sachen äußerer Erscheinung einiges richtig gemacht hat.

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Jaguars großes SUV kann sich aber nicht nur von allen Seiten gut sehen lassen. Ist auch noch ein V6-Dieselmotor (221 kW/300 PS) inklusive Allradantrieb und Achtgang-Automatikgetriebe sowie eine Portfolio-Ausstattung plus Sonderausstattungen wie bei unserem Testwagen an Bord, gibt es für Fahrer und Passagiere nichts zu meckern. Über Platzmangel kann sich auch niemand beschweren. Der Sitzkomfort ist ebenfalls ausgezeichnet.

Unser Testwagen verfügte nicht nur vorne, sondern auch auf den Fondplätzen über eine Sitzheizung. Die hinteren Rückenlehnen waren zudem elektrisch verstellbar, was auf langen Strecken sehr angenehm sein kann.

Komfort kostet

In der Portfolio-Variante verfügt der F-Pace serienmäßig über eine Lederausstattung inklusive elektrisch verstellbarer Vordersitze. Für die Sitzheizung auf allen Plätzen werden 808 Euro zusätzlich fällig, dafür kommt im Fahrzeug aber auch kein Neid auf. Wer die vorderen Ledersitze im Winter nicht nur heizen, sondern im Sommer auch noch kühlen möchte, bezahlt noch mal 1.167 Euro extra. Für die elektrisch verstellbare Rückenlehne hinten verlangt der Hersteller 159 Euro zusätzlich. Wer die Rückbank vom Laderaum aus umklappen möchte, darf nochmals 53 Euro draufzahlen. Aber das macht dann das Kraut auch nicht mehr fett.

Apropos Laderaum: Der Kofferraum verfügt über ein Ladevolumen von 650 Litern. Zusätzlicher Stauraum ist noch unter dem Kofferraumboden vorhanden. Damit kommt man in der Regel sehr gut klar. Bei Bedarf lässt sich das Volumen mittels umgeklappter Rückenlehnen auf 1.740 Liter erweitern.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«