Kfz-Gewerbe Bayern diskutiert Wasserstoff und Kalibrierung

Tagung des Kfz-Landesverbands Bayern

| Autor: Holger Zietz

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger versprach auf der Jahrestagung des Kfz-Gewerbes Bayern, das Problem der Kalibrierung anzugehen.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger versprach auf der Jahrestagung des Kfz-Gewerbes Bayern, das Problem der Kalibrierung anzugehen. (Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Auf dem Verbandstag des bayerischen Kfz-Gewerbes kündigte Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates, eine Initiative seines Bundeslandes für Wasserstofftankstellen an. In den nächsten ein bis zwei Jahren sollen 50 bis 100 Stationen entstehen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Ohne Tankstellen keine Nachfrage des Verbrauchers – ohne Verbrauchernachfrage keine Produktion beim Hersteller, erklärte Aiwanger die Überlegungen in der Landesregierung.

„In Bayern wollen wir mobil bleiben“, machte der Politiker klar. Das Auto trage zu dieser Mobilitätsversorgung bei Auch über 2030 hinaus werde der Verbrennungsmotor als Antriebsart eine Zukunft haben. Die zurzeit geführte Debatte über Klimaschutz und Mobilität findet Aiwanger einseitig, sie sei hochemotional geführt. Das bloße Blockieren von Kreuzungen in den Städten nütze aber niemandem. In dieser Hinsicht fehle in der Diskussion der gesunde Menschenverstand. Ein umweltfreundlicher Treibstoff im Auto sei besser als durch Braunkohle erzeugter Strom in der Batterie des Fahrzeuges.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, forderte der stellvertretende Ministerpräsident das Kfz-Gewerbe auf, Abiturienten anzusprechen. Die Landesregierung habe Betriebspraktika in den Gymnasien eingeführt und wolle erreichen, dass nach dem Abitur verstärkt betriebliche Ausbildungen angestrebt werden. „Das Gymnasium hat sich zur neuen Volksschule entwickelt“, erinnerte Aiwanger. Neben dem Studium müssten die Gymnasiasten gleichfalls über andere Ausbildungen informiert werden.

In seiner Rede zur Lage im Kfz-Gewerbe hatte Albert Vetterl, Präsident des Landesverbandes Bayern, von der Landesregierung Hilfe bei der Neuordnung der Abgasuntersuchung gefordert. Bisher kommen bei der Überprüfung der Messgeräte auf die Betriebe doppelte Kosten zu. Neben der Kalibrierung müsse das Gerät auch geeicht werden. Die Eichung fällt in den Aufgabenbereich der Bundesländer. Eine Ausnahmeregelung wurde als in der Vergangenheit als rechtlich problematisch angesehen. Aiwanger notierte sich unter den Augen der bayerischen Delegierten den Sachverhalt und sagte eine Prüfung im Ministerium zu.

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