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Kfz-Gewerbe fordert Hilfe bei E-Ladeinfrastruktur

| Autor: Christoph Baeuchle

Bei der Förderung der Elektromobilität kommt zu wenig bei Autohäusern und Werkstätten an. Nun fordert der ZDK, den Aufbau der von den Herstellern erzwungenen Ladeinfrastruktur stärker zu subventionieren.

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Viele Hersteller fordern von ihren Partnern den Aufbau einer E-Ladeinfrastruktur, die für den Betriebsalltag zum Teil überdimensioniert ist.
Viele Hersteller fordern von ihren Partnern den Aufbau einer E-Ladeinfrastruktur, die für den Betriebsalltag zum Teil überdimensioniert ist.
(Bild: Daimler)

Der ZDK fordert mehr Unterstützung bei der Erstellung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. „Während die Automobilhersteller vom Bundeswirtschaftsministerium mit großzügigen Anreizen für den Vertrieb von Elektrofahrzeugen ausgestattet werden, leiden die überwiegend kleinen und mittelständischen Kfz-Betriebe zunehmend unter den wirtschaftlichen Folgen des Wandels hin zur Elektromobilität“, schrieb ZDK-Präsident Jürgen Karpinski in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

In seinem Schreiben wies Karpinski darauf hin, dass die Zusagen der Automobilhersteller, bis zum Jahr 2022 mindestens 15.000 und bis zum Jahr 2030 rund 100.000 Ladeeinrichtungen errichten zu wollen, in erster Linie die Autohäuser treffe.

Denn die Hersteller schreiben den Autohäusern als vertragliche Standards die Errichtung von Ladeeinrichtung auf Kosten der Händler vor. Die Standards liegen laut Verband oftmals deutlich über den betrieblichen Bedürfnissen. Die Möglichkeiten, für solche erzwungenen Investitionen in den Genuss von Fördermitteln zu gelangen, sind aus ZDK-Sicht völlig unzureichend.

So fördert das Bundesverkehrsministerium laut dem vierten Förderaufruf die Errichtung von Ladesäulen nur, wenn diese an allen Wochentagen rund um die Uhr und damit weit über die betrieblichen Geschäftszeiten hinaus öffentlich zugänglich sind. „Das ist für die meisten Betriebe nicht in zumutbarer Weise umsetzbar und würde im Übrigen je nach den betrieblichen Verhältnissen auch kaum versicherbare Risiken begründen“, so der ZDK-Präsident.

In seinem Brief an Bundesminister Scheuer betont ZDK-Präsident Karpinski, dass ohne das Kfz-Gewerbe als Schnittstelle zwischen Herstellern und Kunden und als Garant für die Verkehrs- und Betriebssicherheit der Elektrofahrzeuge der Anschub der Elektromobilität nicht gelingen könne.

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