Kfz-Gewerbe wirbt für Licht-Test 2020

Autor / Redakteur: Antonia Seifert / Doris Pfaff

Der Licht-Test 2020 startet im Oktober. Bundesweit werben bereits die Kfz-Meisterbetriebe für die große Verkehrssicherheitsaktion. In Niedersachsen/Bremen und Baden-Württemberg stellten die Verbände die neuen Plaketten vor.

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Ein Mitarbeiter eines Kfz-Meisterbetriebs testet die Fahrzeugbeleuchtung.
Ein Mitarbeiter eines Kfz-Meisterbetriebs testet die Fahrzeugbeleuchtung.
(Bild: ProMotor)

Unter dem Motto „Licht, Sicht und Sicherheit“ steht der diesjährige Licht-Test des Kfz-Gewerbes. Im Aktionsmonat Oktober bieten Kfz-Innungsbetriebe ihren Kunden die kostenlose Überprüfung ihrer Fahrzeugbeleuchtung an. In Niedersachsen-Bremen warben der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann und Karl-Heinz Bley, Präsident und Landesinnungsmeister für die die große Verkehrssicherheitsaktion des niedersächsischen Kfz-Gewerbes in den Meisterbetrieben der Kfz-Innungen und den Prüfstellen der Überwachungsorganisationen.

Althusmann und Bley präsentierten die neue Plakette und das Plakat der Aktion. „Es geht mit Beginn der dunklen Jahreszeit um die Sicherheit auf unseren Straßen“, sagte Bley, der dem Minister für sein Engagement für die Verkehrssicherheit im Allgemeinen und für den Licht-Test im Besonderen dankte.

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Trotz aller Fortschritte in der automobilen Licht-Technik sei der jährliche Check der Beleuchtungsanlagen unverzichtbar, erklärte Bley mit Hinweis auf die unverändert hohen Mängelquoten.

In Niedersachsen habe im vergangenen Jahr diese Quote bei rund 34 Prozent für Pkw und 17,4 Prozent für Nutzfahrzeuge gelegen. Auf den Pkw-Bestand in Niedersachsen hochgerechnet bedeute dies, dass fast 1,6 Millionen Pkw mit Lichtmängeln unterwegs seien. Ziel der Aktion, sagten Minister Althusmann und Präsident Bley, müsse es bleiben, die Autofahrerinnen und Autofahrer für ein höheres Sicherheitsbewusstsein zu sensibilisieren.

Auch in Baden-Württemberg rührt das Kfz-Gewerbe die Werbetrommel für den Licht-Test. In diesem Jahr werben Wilfried Klenk MdL, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, und Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, bei Werkstätten und Autofahrern gemeinsam um die Teilnahme.

„Jeder Unfall, ob mit anderen Fahrzeugen, mit Menschen oder Wild, ist einer zu viel. In den Betrieben des Kfz-Gewerbes werden beim Licht-Test Mängel an Fahrzeugen erkannt, Fehler korrigiert und Fahrern bewusstgemacht, dass korrekt ausgerichtete Scheinwerfer und wirksame Leuchten die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer signifikant erhöhen“, sagte Klenk.

Verbandspräsident Michael Ziegler rät Autofahrern, sich sprichwörtlich vor Augen zu halten, wie oft man selbst schon von anderen Verkehrsteilnehmern geblendet wurde oder sich über schlecht sichtbare Fahrzeuge geärgert hat: „Heikle Situationen resultieren oft – neben nicht angepasster Geschwindigkeit – aus schlechter eigener Sicht oder mäßiger Sichtbarkeit anderer Fahrzeuge. Bereits kleine Abweichungen und Defekte bei der Fahrzeugbeleuchtung haben große Auswirkungen.“

Hohe Mängelquote

Ziegler wies auf die hohe Mängelquote in Baden-Württemberg hin. 25,4 Prozent der von den Werkstätten im Herbst 2019 überprüften Fahrzeuge wiesen Beleuchtungsmängel auf. Der Bundesdurchschnitt lag 2019 bei 28,8 Prozent. „Die Zahlen sind besorgniserregend“, so Michael Ziegler. „Eines von vier Fahrzeugen mit Mängeln ist immer noch eine zu hohe Quote. Gerade aufgrund der zunehmenden Pkw-Haltedauer müssen wir weiter am Ball bleiben und das Thema ‚Licht‘ ernstnehmen.“

Seit 1956 organisiert das Deutsche Kfz-Gewerbe den Licht-Test gemeinsam mit der Deutschen Verkehrswacht. „Licht, Sicht und Sicherheit“ lautet 2020 das Motto der Verkehrssicherheitsaktion, die von Osram, der Nürnberger Versicherung, Mitsubishi Motors und Auto Bild unterstützt wird. Schirmherr ist auch in diesem Jahr Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

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