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Kia-Händlerverband: Konstruktive Zusammenarbeit

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Der Importeur und die Händlervertretung arbeiten gut zusammen. Das war bisher nicht immer so. Bestimmendes Thema auf der Jahreshauptversammlung war die Netz-Umstrukturierung.

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(Foto: Wehner)

Die Zusammenarbeit zwischen Kia Motors Deutschland und dem Händlerverband funktioniert gut. Das bescheinigte der Vorsitzende des Verbands der Kia-Händler und Kia-Servicepartner Deutschland, Dirk Riemann, dem Importeur am Samstag auf der Jahreshauptversammlung in Heidelberg. „Früher wurden wir oft als notwendiges Übel gesehen, heute werden wir bei wichtigen Entscheidungen miteinbezogen und vor allem als konstruktives Element wahrgenommen“, sagte der Verbandsvorsitzende. Probleme, die der Verband vortrage, würden ernstgenommen, analysiert und angegangen.

Er äußerte Verständnis dafür, dass die Verantwortlichen beim Importeur auch unpopuläre Entscheidungen treffen müssten. „Kia Motors Deutschland muss eine Konzernstrategie umsetzen, die festgeschrieben ist. Wir sollten keine Energie darauf verwenden, diese Strategie stoppen oder blockieren zu wollen“, sagte Riemann. Dennoch könne der Verband an vielen Stellen Einfluss nehmen.

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Bestimmende Themen waren die Händlernetzkündigung und die neuen Verträge. Rechtsanwalt Sven Köhnen von der Kanzlei Graf von Westphalen & Partner erläuterte den anwesenden Kia-Partnern wesentliche Punkte, die gekündigte Händler beachten sollten. Kia habe signalisiert, in bestimmten Fällen einvernehmliche Vertragsaufhebungen zu akzeptieren und dabei auch die Kündigungsfrist zu verlängern oder zu verkürzen, wenn der Händler einleuchtende Gründe vortragen könne. Er empfahl den Partnern, das Gespräch mit dem Importeur zu suchen.

Gekündigte Händler können gegebenenfalls einen Ausgleichsanspruch gegenüber dem Importeur geltend machen. Für dessen Höhe sind laut Köhnen vor allem zwei Faktoren maßgeblich: der Rohertrag des letzten Vertragsjahres und die Mehrfachkundenquote. „Das letzte Jahr hat begonnen. Versuchen Sie also, gute Geschäfte zu machen“, sagte Köhnen.

Die Vertragsgespräche seien kein Wunschkonzert gewesen. Letztlich habe der Importeur das Recht, in den Vertrag zu schreiben was er wolle, solange er die gesetzlichen Rahmenbedingungen einhalte. Dennoch sei es dem Händlerverband gelungen, wesentliche Verbesserungen im Vergleich zum ersten Entwurf zu erreichen, sagte Riemann.

Importeur sieht sich bei Umsetzung im Plan

Martin van Vugt, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, sieht sich, was die neuen Verträge angeht, bei der Umsetzung im Plan. Die Stimmung im Netz sei gut, auch wenn die Kündigung für einige Partner hart sei. „Der Händlerverband hat ein großes Kompliment verdient. Wir arbeiten sehr offen und konstruktiv zusammen“, sagte van Vugt.

Er geht nach wie vor davon aus, dass alle Händler, die einen neuen Vertrag angeboten bekommen, auch bis Ende Juni unterschreiben werden. „Wir sind sehr bodenständig und haben keine überzogenen Standards. Die wichtigste Änderung ist, dass wir unsere Standards leben werden“, erläuterte der Geschäftsführer.

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