Kia Niro EV: Elektro-SUV und Technologieträger

Zugangssystem erkennt Gesicht und Stimme des Fahrers

| Autor: Andreas Wehner

Kia hat in Las Vegas eine futuristische ELektroversion des Niro präsentiert.
Kia hat in Las Vegas eine futuristische ELektroversion des Niro präsentiert. (Bild: Kia)

Kia hat auf der CES in Las Vegas einen Ausblick auf seine Elektromobilitätsstrategie gegeben. Die Koreaner zeigten das Konzeptfahrzeug Niro EV, eine batterielektrische Version ihres Crossover-Modells. Das Fahrzeug verfügt über einen 150 kW starken Elektromotor, der seine Energie aus einer Lithium-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 64 kWh bezieht. Das soll eine Reichweite von bis zu 383 Kilometern ermöglichen.

Über eine Elektroversion des Kia Niro wird schon seit einiger Zeit spekuliert. Bislang ist der Crossover als Hybrid und Plug-in-Hybrid erhältlich. Immerhin steht der Niro auf der gleichen Plattform wie der Ioniq von der Konzernschwester Hyundai, den es in allen drei elektrifizierten Antriebsvarianten gibt. Technisch dürfte der Elektro-Niro also keinen besonders großen Aufwand bedeuten.

Bis 2025 will Kia insgesamt elektrifizierte 16 Modelle im Angebot haben, darunter fünf neue Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, fünf neue batteriebetriebene Modelle sowie ein Brennstoffzellenfahrzeug für den Massenmarkt. Es soll bereits 2020 eingeführt werden. Die Konzernschwester Hyundai bringt in diesem Jahr bereits die zweite Generation ihres Brennstoffzellenmodells auf den Markt. Das SUV Nexo war ebenfalls in Las Vegas zu sehen.

Der Kia Niro EV ist jedoch kein seriennahes Elektrofahrzeug, sondern bietet auch jenseits der Elektromobilität einen Ausblick auf neue Technologien. Zu den auffälligen äußeren Elementen gehört ein interaktives Displayelement, das anstelle des traditionellen Kühlergrills verbaut wurde. Zudem gibt es ein Fußgänger-Warnsystem mit Lautsprechern an der Fahrzeugfront. Es erkennt Fußgänger und Radfahrer per Kamera und macht sie bei Bedarf durch ein Warnsignal auf das Fahrzeug aufmerksam, das durch seinen Elektroantrieb bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr leise ist..

Im Innenraum ist alles digital. Es gibt eine neue Benutzerschnittstelle, die den Fahrer per Gesichts- und Spracherkennung identifiziert und nach dem Log-in die für die jeweilige Person gespeicherten Fahrzeugeinstellungen aktiviert. Über ein ins Lenkrad integriertes Bedienfeld lassen sich das Infotainmentsystem und die Klimaanlage durch Touch-Gesten steuern.

Ein Zwei-Zonen-Soundsystem, dessen acht Lautsprecher in die Kopfstützen integriert sind, ermöglicht es den Insassen vorn und hinten gleichzeitig unterschiedliche Musik zu hören. Das von Kia selbst entwickelte System neutralisiert störende Klänge aus der anderen Sound-Zone per Noise-Cancelling-Technologie.

CES 2018: Autonom, elektrisch und sprachgesteuert

Autonomes Fahren, Vernetzung und umweltfreundliche Antriebe sind die drei zentralen Technologiefelder der Kia-Zukunftsstrategie „ACE“, die Kia in Las Vegas konkretisiert hat. Die drei Buchstaben stehen dabei für „Autonomous“, „Connected“ und „Eco/Electric“.

So will Kia ab 2019 Flottentests für autonome Fahrfunktionen auf öffentlichen Straßen durchführen. 2021 soll der erste kommerzielle Einsatz im Rahmen eines „Smart City“-Pilotprojekts erfolgen, bei dem Fahrzeuge des Autonomie-Levels 4 in Städten mit entsprechend intelligenter Infrastruktur unterwegs sein werden. Bis 2030 soll jedes neue Kia-Fahrzeug vernetzt sein.

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