Sharebox Kontaktvermeidung bei der Fahrzeugabgabe

Autor: Jan Rosenow

Das norwegische Unternehmen Sharebox hat mit der 24/7-Servicestation ein Kundenterminal entwickelt, das die gesamte Fahrzeugannahme und -ausgabe sowie die Bezahlung abwickeln kann.

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Kontaktlose Terminals für die Fahrzeugabgabe dürften bald vor immer mehr Autohäusern stehen.
Kontaktlose Terminals für die Fahrzeugabgabe dürften bald vor immer mehr Autohäusern stehen.
(Bild: Sharebox)

Die berühmten „Schlüsselwerfer“ – Kunden, die ihr Fahrzeug erst nach Ladenschluss abgeben können und ihren Autoschlüssel deshalb in den Briefkasten werfen – sind ein altbekanntes Phänomen in der Kfz-Werkstatt. Doch die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass es auch andere Gründe gibt, die Fahrzeugübergabe möglichst ohne persönlichen Kontakt abzuwickeln. Der gute alte Briefkasten ist aber kein adäquater Kundenkontaktpunkt – zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen wegen seiner extrem eingeschränkten Funktionalität.

Besser sind spezielle Terminals, die nicht nur den Fahrzeugschlüssel sicher verwahren, sondern auch Ersatzwagen ausgeben können und dem Kunden eine vielfältige Interaktion ermöglichen. So wie die 24/7-Servicestation des norwegischen Unternehmens Sharebox.

Sie funktioniert im Wesentlichen wie ein computergestützter Serviceberater – integriert in einen Safe. Nutzer können über den Touchscreen oder per App auf ihrem Mobiltelefon die nötigen Informationen eingeben, ihren Schlüssel in der Servicestation deponieren und auf Wunsch den Schlüssel des Ersatzwagens entnehmen. Der einzige zusätzliche Schritt besteht darin, den Termin im Voraus online oder telefonisch zu vereinbaren.

Schnittstellen zum DMS sind möglich

Wichtig für eine umfassende Einbindung des Terminals in die IT des Betriebs sind Schnittstellen. Die Servicestation hat Interfaces zu verschiedenen Dealer-Management- und CRM-Systemen sowie zu Zahlungsdienstleistern wie Paypal. Für maßgeschneiderte Lösungen sind weitere Integrationen mit Kundensoftware möglich. Anbieter von Dealer-Management-Systemen, die eine Integration mit Sharebox wünschen, können sich direkt an die Firma wenden.

Die Station kann direkt beim Hersteller bestellt werden. Der Richtpreis liegt bei rund 6.500 Euro zuzüglich einer monatlichen Betriebsgebühr von 450 Euro. Der Anbieter verspricht, dass sich die Kosten bereits kurz nach Inbetriebnahme amortisieren und die Werkstätten signifikant Kosten einsparen können.

Bis dato hat Sharebox nach eigenen Angaben über 100.000 Kunden in zwölf Ländern – darunter Servicepartner von Audi, Nissan, Volvo, BMW oder Mietwagenanbieter wie Sixt und Europcar. Die Servicestation wird in Dänemark hergestellt und kann weltweit geliefert werden. Den Verkauf für Deutschland steuert die Muttergesellschaft in Norwegen. Diese setzt deutschsprachige Mitarbeiter für die Kundenkontakte ein und arbeitet zudem mit lokalen Servicepartnern zusammen. Aktuell ist Sharebox auf der Suche nach Distributionspartnern für die D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz).

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Über den Autor

 Jan Rosenow

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group